Die Universität Potsdam setzt mit ihrem Programm Potsdam Transfer neue Maßstäbe in der Gründungsförderung. Gegründet mit dem Ziel, Innovationen zu fördern und den Wissens- sowie Technologietransfer zu intensivieren, hat sich der Fokus der Einrichtung von reinem Wachstum hin zu Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung verschoben. Johannes Zier, Leiter des Startup-Service, und Charleen von Kolpinski, Programmleiterin der „Impact Labs“, stellen fest, dass viele neue Gründerideen mittlerweile einen klaren Bezug zu gesellschaftlichen oder ökologischen Herausforderungen aufweisen. Potsdam Transfer berichtet, dass solche Projekte von Bildungsinitiativen bis hin zu Gesundheitsinnovationen und technologischen Lösungen für Umweltprobleme reichen.

Das verstärkte Bestreben, Forschungsergebnisse in gesellschaftlichen Nutzen zu überführen, ist ein zentraler Trend in der aktuellen Gründungslandschaft. Die Förderung von Unternehmen hat sich dabei nicht nur auf ökonomisches Wachstum konzentriert, sondern auch auf die Skalierung gesellschaftlicher Wirkungen. Immer mehr Teams stellen zudem Fragen zur Messbarkeit ihrer Projekte. Die Impact Labs an der Universität Potsdam bieten hierfür eine ideal geeignete Plattform.

Das Konzept der Impact Labs

Die Impact Labs sind ein dreimonatiges Inkubationsprogramm, das speziell für Teams entwickelt wurde, die eine gesellschaftliche oder ökologische Wirkung anstreben. Derzeit werden neun Teams in diesen Labs betreut. Das Programm umfasst zahlreiche Elemente, wie etwa Workshops, individuelle Beratung und Netzwerkmöglichkeiten. Die Themen reichen von Projektmanagement über Geschäftsmodellentwicklung bis hin zu Pitch-Training und der entscheidenden Wirkungsmessung. Potsdam Transfer hebt hervor, dass der Fokus der Labs darauf liegt, die gesellschaftliche Wirkung systematisch zu planen, zu messen und weiterzuentwickeln.

Zier und von Kolpinski betonen zudem den wertvollen Austausch, der unter den teilnehmenden Teams entsteht. Dieser Gemeinschaftssinn fördert nicht nur den strategischen Dialog, sondern auch die Entwicklung nachhaltiger Geschäftsideen. Die erste Runde der Impact Labs zeigte ein enormes Interesse und eine hohe Qualität der Bewerbungen, was auf den wachsenden Trend in der Gründungsförderung hinweist.

Nachhaltigkeit in der Forschung und deren Umsetzung

In einem breiteren Kontext unterstützt die FONA-Initiative die transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Stakeholdern, darunter öffentliche Institutionen, Unternehmen und NGOs. FONA verfolgt das Ziel, Lösungen in der Nachhaltigkeitsforschung zu erarbeiten und deren Umsetzung in die Tat umzusetzen. Die Initiative fördert umfassende politische Beratung, um evidenzbasierte Entscheidungen zu unterstützen, welche die Agenda 2030 erreichen können. Dies umfasst auch die Unterstützung von Unternehmensgründungen und Start-ups, damit Forschungsergebnisse in marktfähige Geschäftsideen verwandelt werden können.

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Die Implikationen von FONAs Arbeit in den Bereichen Politikberatung und Wirtschaftsförderung sind deutlich. Dabei werden Kommunen als zentrale Akteure in der nachhaltigen Entwicklung betrachtet und erhalten Unterstützung bei der transdisziplinären Zusammenarbeit. Reallabore, also Experimentier- und Testräume, werden genutzt, um innovative Ideen in kommunalen Kontexten zu erproben und umzusetzen.

Die erfolgreiche Vernetzung von Wissenschaft und Gesellschaft ist daher ein Schlüssel zur Förderung nachhaltiger Gründungen. Die Universität Potsdam und die FONA-Initiative zeigen eindrucksvoll, wie transdisziplinäre Ansätze und systematische Förderung zur Lösung drängender gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen können.