110 Kinder und Jugendliche haben am vergangenen Freitagabend an der ersten „Nacht der Wissenschaft – Entdecke. Verstehe. Gestalte.“ an der Junior Uni Daun teilgenommen. Die jungen Forschenden waren zwischen 11 und 20 Jahre alt – und tatsächlich alle 110 Angemeldeten kamen. Das ist bei einem Abendtermin keine ganz kleine Sache.

Ab 17:30 Uhr trafen die Teilnehmenden ein. Um 18:00 Uhr eröffnete Prof. Dr. Helmut Willems, Direktor der Junior Uni Daun, die Veranstaltung. Nach einer Einführung in den Ablauf und die Angebote startete das Programm um 18:30 Uhr. Vier Stunden lang konnten Jugendliche und junge Erwachsene forschen, ausprobieren und wissenschaftlichen Fragen auf den Grund gehen. Die Teilnahme war kostenfrei; Voraussetzung waren Neugier, Interesse an Neuem und gute Laune.

Zwölf Stationen, Pizza und Cocktails

An zwölf Stationen wurde experimentiert, Technik getestet, kreativ gestaltet und nach wissenschaftlichen Zusammenhängen gesucht. Eine Stationskarte zeigte, welche Angebote bereits besucht worden waren. Für die Pausen gab es Pizza, Popcorn, alkoholfreie Cocktails und weitere Getränke – also erst tüfteln, dann kurz verschnaufen, dann weiter.

Bis 21:30 Uhr konnten die Jugendlichen die Stationen besuchen. Anschließend trafen sich alle im AudiMax, blickten auf den Abend zurück und evaluierten die Veranstaltung. Bei einer abschließenden Verlosung gingen Gewinne an drei Teilnehmende. Um 22:00 Uhr war Schluss.

Die Veranstaltung fand in der Junior Uni Daun statt, Alter Weg 18, 54550 Daun. Die Anmeldungen sind inzwischen abgeschlossen. Nach den Angaben zur Veranstaltung war der Termin für Freitag, 25. September 2026, von 18:00 bis 22:00 Uhr angesetzt.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Getragen von vielen Partnern

Unterstützt wurde die Nacht der Wissenschaft vom Kinopalast Vulkaneifel, der OSMIA Apotheke Gillenfeld, dem Ada Lovelace Projekt der Universität Trier, der Hochschule Koblenz und FELUWA Pumpen aus Mürlenbach. Die Junior Uni dankte außerdem den Kooperationspartnern, Dozierenden, Assistierenden sowie den Helferinnen und Helfern.

Die Junior Uni Daun richtet sich grundsätzlich an Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 20 Jahren. Ihr Bildungsangebot ist kostenlos, freiwillig und außerschulisch – ohne Leistungsdruck und ohne Noten. Das Konzept setzt auf selbstbestimmtes und selbstmotiviertes Lernen, chancengleiche Bildung und eine ganzheitliche Entwicklung. Finanziert und getragen wird die Junior Uni vollständig durch die LEPPER Stiftung e.S.

Warum Lernorte außerhalb der Schule wichtig sind

Dass solche Orte gebraucht werden, zeigt auch eine Ausschreibung der Klaus Tschira Stiftung. Sie richtet sich an Akteure im außerschulischen oder informellen MINT-Bildungsbereich in Deutschland und fördert Konzepte für sozioökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 16 Jahren. Bildungschancen hängen in Deutschland weiterhin stark vom sozialen, finanziellen, kulturellen und familiären Hintergrund ab. Der schulische Regelbetrieb gleicht diese Unterschiede gerade in der MINT-Bildung nicht vollständig aus.

Außerschulische und informelle Lernorte bieten Lernen außerhalb des Klassenzimmers und in flexibleren Strukturen. Genannt werden unter anderem Maker Spaces, Museen, Bibliotheken, Junior-Universitäten, Jugendzentren und Naturparks. Sie können Angebote praxisbezogener, individueller und nachhaltiger machen. Das Potenzial solcher MINT-Lernorte sei noch nicht ausgeschöpft, heißt es in der Ausschreibung.

Gefördert werden sollen erprobte und wirkungsvolle Konzepte, die etabliert oder verbessert werden. Die Vorhaben sollen zur Bildungsgerechtigkeit beitragen, bestehende Erkenntnisse in die Praxis überführen und nachhaltige Strukturen für ihre Verbreitung schaffen. Mindestens eines von drei Zielen muss erreicht werden: mehr Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Verhältnissen mit MINT-Angeboten zu erreichen, Bedingungen für die Wirksamkeit solcher Angebote zu erproben und für den Sektor aufzubereiten oder das Portfolio außerschulischer MINT-Lernorte um innovative Formate für benachteiligte Gruppen zu erweitern.

Möglich sind dabei die Ausweitung bestehender Konzepte auf die genannte Zielgruppe, Untersuchungen zur Wirksamkeit außerschulischer MINT-Lernorte oder die Entwicklung neuer Angebote für sozioökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche. Die Projekte können bis zu drei Jahre dauern. Einzureichen ist die für die Umsetzung des Vorhabens erforderliche Fördersumme. Frühester Projektstart ist der 1. Oktober 2026.

Förderung mit Kurzantrag und Online-Pitch

Die Ausschreibungs- und Einreichungsfrist lief vom 2. bis 29. März 2026. Kurzanträge mussten bis zum 29. März 2026 über das neue Förderportal eingereicht werden. Die Prüfung einschließlich möglicher virtueller Pitches kann nach Fristende bis zu sechs Monate dauern. Die Stiftung kann dafür ein Distributed-Peer-Review-Verfahren einsetzen.

Das Verfahren besteht aus zwei Stufen. Zunächst dient der Kurzantrag den internen Stiftungsgremien zur Einordnung und Vorauswahl, die etwa drei Monate nach Ende der Einreichungsfrist abgeschlossen sein soll. Vorschläge für Gutachtende eines möglichen Pitches können eingereicht werden; Personen mit Interessenkonflikten können ausgeschlossen werden. Bei positiver Erstprüfung folgt eine Einladung zu einem einstündigen virtuellen Pitch. Informationen zu Termin, Ablauf und Inhalten werden etwa drei Monate nach Ablauf der Einreichungsfrist per E-Mail verschickt. Im Pitch-Gremium sitzen Vertreter:innen der Klaus Tschira Stiftung und externe Gutachtende.

Der Kurzantrag darf höchstens 13.000 Zeichen einschließlich Leerzeichen umfassen. Gefragt sind zunächst Kontaktdaten und Einrichtungsportraits des Hauptantragstellers sowie der Mitantragstellenden, außerdem Angaben zur fachlichen MINT-Expertise, zur organisatorischen Struktur und zur Umsetzungskapazität. Hinzu kommen Projekt- und Kurztitel, geplanter Projektbeginn und Projektende sowie ein Projektziel im Umfang von 5.000 Zeichen.

Weitere Vorgaben: 500 Zeichen zur Beschreibung des MINT-Themas, 1.500 Zeichen zur Zielgruppendefinition und zum Zugang zur Zielgruppe, 1.000 Zeichen zu den Wirkungszielen, 1.600 Zeichen zu Maßnahmen und methodischer Umsetzung sowie 400 Zeichen zur Partnerinstitution. Für Evaluation und Erfolgsindikatoren stehen 2.000 Zeichen zur Verfügung, für Dissemination – also die Planung von Verbreitung, Verstetigung und gegebenenfalls Skalierung der Projektergebnisse – 500 Zeichen.

Im Finanzierungsplan werden Personalkosten, Eigenmittel, Sachkosten, Drittmittel und Reisekosten aufgeführt. Overheadkosten dürfen höchstens 10 Prozent der beantragten Fördersumme betragen. Für alle Partnereinrichtungen ist außerdem ein Gemeinnützigkeitsnachweis erforderlich: entweder nach § 58a AO oder § 60a AO oder durch eine Anerkennung der Gemeinnützigkeit beim Finanzamt, etwa mit einem Freistellungsbescheid.

Telefonische Sprechstunden der Stiftung

Die Klaus Tschira Stiftung bot Informationssprechstunden jeweils von 9:00 bis 13:00 Uhr an: am Freitag, 6. März 2026, am Freitag, 13. März 2026, am Freitag, 20. März 2026, und am Freitag, 27. März 2026. Die Gespräche fanden telefonisch statt, pro Anfrage waren maximal 15 Minuten vorgesehen. Die Telefonnummer der Programm-Managerin lautet 06221 533 119.

Schriftliche oder telefonische Anfragen außerhalb der Sprechstunden sollten vermieden werden. Formale und administrative Fragen können zunächst über die FAQs geklärt werden. Bleiben Fragen zum Fördermanagement offen, ist die Adresse antrag@klaus-tschira-stiftung.de vorgesehen.