Neue Graduiertenausbildung in Pflanzenbiologie an Uni Köln gestartet!
Das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung (MPIPZ) und die Universität zu Köln haben eine bedeutende Entscheidung in der akademischen Landschaft getroffen. Ab dem 1. Januar 2026 wird die internationale Graduiertenschule „IMPRS on Interdisciplinary Plant Biology“ fortgeführt, die eine kontinuierliche interdisziplinäre Graduiertenausbildung garantiert. Dies wurde in einer Mitteilung der Universität bekannt gegeben. Rektor der Universität zu Köln, Professor Dr. Joybrato Mukherjee, und der geschäftsführende Direktor des MPIPZ, Professor Dr. Raphaël Mercier, unterstützen dieses Vorhaben, das die Forschungsexpertise beider Institutionen vereint.
Die Graduiertenschule ist Teil eines strukturieren Promotionsprogramms, in dem derzeit etwa 90 überwiegend internationale Forschende ausgebildet werden. Diese Initiative zielt darauf ab, den Absolvent*innen eine breite Palette an Karrieremöglichkeiten zu bieten, sowohl in der Wissenschaft als auch in der Industrie und im Wissenschaftsmanagement. Ein besonders hervorzuhebendes Merkmal der IMPRS ist die Verbindung zur Key Profile Area „Sustainable Plant Production“, die im Zentrum der wissenschaftlichen Aktivitäten steht. Zuvor war auch die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zwischen 2013 und 2025 an der Graduiertenschule beteiligt.
Forschung und Ausbildung im Fokus
Das Institut für Pflanzenwissenschaften in Köln, gegründet 1928 als Botanisches Institut, stellt eine zentrale Säule der wissenschaftlichen Ausbildung dar. Es besteht aus neun international vernetzten Professuren sowie mehreren unabhängigen Forschungsgruppen. Die Mission des Instituts umfasst die Schaffung neuen Wissens über fundamentale Prozesse der Pflanzenbiologie und die Unterstützung der nächsten Generation von Wissenschaftler*innen durch exzellente Ausbildung und professionelle Begleitung. Aktuelle Forschungsfragen werden mit modernen methodischen Ansätzen in Bereichen wie Zell- und Entwicklungsbiologie sowie der molekularen Physiologie behandelt.
Durch die Teilnahme am Exzellenzcluster CEPLAS, der Forschungseinrichtungen wie das MPIPZ, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und das Forschungszentrum Jülich umfasst, verfolgt das Institut das Ziel, die Nutzung von Biodiversität und natürlicher Variabilität zur Verbesserung von Nutzpflanzen zu fördern. Die Ausbildung wird an allen Lehr- und Ausbildungsebenen der Biologie aktiv gestaltet, wobei den Studierenden und Nachwuchswissenschaftler*innen modernste Methoden und theoretische Grundlagen vermittelt werden.
Internationale Vernetzung und Max Planck Schools
Zusätzlich wird das internationale Graduiertenprogramm der Max Planck Schools hervorgehoben. Diese Schulen bieten ein interdisziplinäres Studium, das 27 Universitäten und 35 Institute der außeruniversitären Forschung umfasst. Dieses Programm ermöglicht Promovierenden einen frühzeitigen Zugang zu Forschungsinfrastrukturen und innovativen Lehrformaten und ist vollständig finanziert. Die Rekrutierung der besten Talente weltweit steht im Mittelpunkt, um zur Schaffung einer lebenswerten Zukunft beizutragen. Dabei kollaborieren bis zu 50 führende Forschende pro School, was ein einzigartiges wissenschaftliches Umfeld schafft.
Interessierte Promovierende können sich über ein Online-Portal bis Dezember des Vorjahres bewerben. Das Auswahlverfahren ist kompetitiv und mehrstufig, und detaillierte Informationen sind auf den Webseiten der jeweiligen Max Planck Schools einsehbar. Diese umfassenden Angebote bilden einen fruchtbaren Boden für neue Ideen und Durchbrüche in der Pflanzenbiologie.
