Das Institut für Pflegewissenschaft der PH Schwäbisch Gmünd geht neue Wege in der Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Pflegepraxis. Mit dem Projekt „KIP – Künstliche Intelligenz in der Pflege“, welches mit Unterstützung einer privaten Stiftung aus Aalen realisiert wird, stehen die Weichen für eine zukünftige Schulung in diesem Bereich. Die Zusammenarbeit umfasst zahlreiche pflegerische Einrichtungen in der Region, die als Partner in das Projekt eingebunden sind. Die erste Phase zielt darauf ab, Schulungsangebote für den Einsatz von KI in der Pflege zu entwickeln und anzubieten.

Ein zentrales Element des Projekts ist die Integration von KI-gestützten digitalen Anwendungen, wie etwa der Pflege App oder Assistenzrobotern, die im neu gestalteten SkillsLab der Creative Hall Assisted Living implementiert werden sollen. Ein wichtiger Bestandteil des Initiativprogramms war der Workshop, der am 4. Mai 2026 stattfand. Unter der Leitung von Prof. Dr. Veronika Anselmann, Pia Schlüter und Lisa Haux kamen Fachleute aus der Pflegepraxis des Ostalbkreises zusammen, um über Best-Practice-Beispiele für die Integration von KI in den Pflegealltag zu diskutieren.

Potenziale und Herausforderungen von KI in der Pflege

Die Diskussionsrunde brachte die Potenziale von KI-gestützter Pflegedokumentation auf den Tisch, die den Teilnehmern zufolge dazu beitragen kann, zeitraubende bürokratische Tätigkeiten zu reduzieren. Diese Auffassung wird durch weitere Forschungsarbeiten gestützt, die die Rolle von KI in der Veränderung der Arbeitsweise von Pflegekräften beleuchten. So hebt eine Untersuchung hervor, wie KI die Effizienz in der Patientenversorgung steigern kann, was wiederum die Zufriedenheit von Pflegekräften und Patienten fördern könnte, wie in einem Artikel des Zentrum für Qualität in der Pflege berichtet wird.

Darüber hinaus zeigten die Teilnehmer eine positive Haltung zur Robotik im Pflegebereich. Die Diskussion über Pflegeassistenz- und Sozialroboter verdeutlichte, dass diese Technologien nicht nur in der Hauswirtschaft, sondern auch in der sozialen Betreuung von großer Bedeutung sein können. Dabei wird die Vision einer weniger dokumentationslastigen Pflege Realität, die von Experten als entscheidend angesehen wird, um den Anforderungen eines zunehmend komplexen Gesundheitssystems gerecht zu werden.

Nächste Schritte und Ausblick

Im Anschluss an den Workshop wurden Pläne für die künftige Ausstattung des SkillsLab mit digitalen und KI-gestützten Anwendungen erarbeitet. Das Ziel sind niederschwellige Schulungen und geschützte Räume, die Pflegekräften den Umgang mit diesen Technologien erleichtern sollen. Der Einsatz von KI in der Pflege birgt zahlreiche Chancen, aber auch erhebliche Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.

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In diesem Kontext wird auch die Bedeutung von fundierter Schulung unterstrichen, um die Belegschaft auf neue Technologien vorzubereiten. Mit Blick auf die demografische Entwicklung und den prognostizierten Anstieg der Pflegebedürftigen in Deutschland, wie das Institut für Pflegewissenschaft warnt, ist der effektive Einsatz von KI in der Pflege umso wichtiger. Die künftigen Schulungsprogramme haben das Potenzial, den Pflegealltag zu revolutionieren und die Qualität der Versorgung signifikant zu verbessern.