Am 9. Juli 2026 fand an der FernUniversität in Hagen die Veranstaltung „Pluriversum“ statt, die das Leitmotiv „Wie wollen wir in Hagen zusammenleben?“ in den Mittelpunkt stellte. Ziel der Veranstaltung war es, internationale Perspektiven mit lokalen Erfahrungen und Initiativen zu verbinden. Prof. Dr. Osman Isfen, der Schirmherr der Veranstaltung, äußerte sich erfreut über die Vielzahl der Gäste, die sich auf den Weg gemacht hatten, um an diesem wichtigen Dialog teilzunehmen.

Das Konzept des Pluriversums basiert auf dem Austausch verschiedener Lebensrealitäten und Perspektiven. Die FernUniversität positioniert sich damit nicht nur als Bildungseinrichtung, sondern auch als zentraler Ort für Forschung, gesellschaftlichen Dialog und politische Bildung. In der Eröffnungsrede betonte Tijen Ataoğlu, Bundestagsabgeordneter und Mitveranstalter, die Vielfalt in Hagen, da 50% der Bevölkerung einen internationalen Hintergrund haben.

Ein Forum für Dialog

Die Veranstaltung wurde von Sandra Weiss und Alberto Acosta moderiert und umfasste unter anderem eine Live-Schaltung nach Peru zu Diana Carolina Flores Rojas, einer Aktivistin und Doktorandin. Musikalische Beiträge wurden von der Gruppe Sal sowie der lokalen Band Lichter der Großstadt geleistet, was zur lebhaften Atmosphäre beitrug.

Ein wesentlicher Bestandteil des Tages war der „Markt der Möglichkeiten“, auf dem verschiedene Organisationen und Initiativen ihre Projekte präsentierten. Dazu zählten unter anderem die Prisma Bildungsplattform, Planet Future e.V., die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. und viele weitere. Diese Vielfalt an Beiträgen unterstrich die vielfältigen Möglichkeiten und Ansätze zur Förderung des sozialen Miteinanders in der Stadt.

Globale Impulse für lokale Herausforderungen

Im Rahmen des Projekts „PLURIVERSUM – Global South Impulse: Vielfalt als Zukunftsprinzip“ wird Pluralität als zentraler Wert für eine gerechte, nachhaltige und demokratische Zukunft hervorgehoben. Die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. stellt dabei Perspektiven aus dem Globalen Süden in den Mittelpunkt, um verschiedene Wissenssysteme zur Lösung komplexer gesellschaftlicher Probleme zu verbinden.

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Die Veranstaltung in Hagen war Teil einer Reihe von multimedialen Abenden, die in verschiedenen Städten Nordrhein-Westfalens stattfanden. Themen wie Klima- und soziale Gerechtigkeit, Dekolonialität und demokratische Teilhabe wurden dabei beleuchtet. Die nächste Station nach Hagen ist bereits für November 2026 geplant.

Am folgenden Tag war ein Workshop für Schülerinnen und Schüler des Rahel-Varnhagen-Kollegs angesetzt, in dem Themen wie Identität und Werte behandelt werden sollten. Diese Initiative verdeutlicht das Engagement für Bildung und den interkulturellen Austausch, das für die Organisatoren von zentraler Bedeutung ist.

Insgesamt betont die Veranstaltung „Pluriversum“ die Relevanz von Vielfalt und Pluralität für das soziale Zusammenleben in Hagen und steht beispielhaft für die Bestrebungen, lokale und globale Herausforderungen zu meistern. Das Ziel ist es, eine inklusive und resilientere Gemeinschaft zu fördern, die in der Lage ist, die Herausforderungen der Zukunft aktiv anzugehen.