An der Uni Trier geht es derzeit um eine Frage, die im Alltag ständig mitschwingt und trotzdem kaum jemand bewusst bemerkt: Wie wirken Dialekt und Hochdeutsch zusammen? Wissenschaftler der Universitäten Trier und Konstanz untersuchen dafür die Sprachmelodie des Schwäbischen.

Ihr Forschungsort ist allerdings nicht nur der Hörsaal. Mit einem Sprachmobil sind die Forscher auf der Schwäbischen Alb unterwegs, unter anderem in Obernheim und Nusplingen. Dort wird gesprochen, zugehört und genauer hingeschaut – oder besser: genauer hingehört.

Mit dem Sprachmobil auf der Alb

Im Mittelpunkt steht die Frage, was das Schwäbische über seine Wörter hinaus verrät. Denn Dialekt besteht nicht allein aus bestimmten Ausdrücken. Auch Tonhöhe, Rhythmus und der Verlauf eines Satzes prägen, wie Sprache klingt. Gerade diese Sprachmelodie nehmen die Forscher unter die Lupe.

Das Sprachmobil bringt die Untersuchung direkt in die Region. Statt Menschen ausschließlich an einer Universität zu befragen, kommen die Wissenschaftler dorthin, wo der Dialekt zu Hause ist: auf die Schwäbische Alb, nach Obernheim, Nusplingen und in weitere Orte der Umgebung.

Eine Professorin kehrt zurück

An dem Projekt beteiligt sich auch eine Professorin, die dafür in ihre Heimatregion zurückkehrt. Für sie verbindet sich die wissenschaftliche Arbeit mit einem persönlichen Weg zurück auf die Alb – dorthin, wo die untersuchte Sprachfärbung nicht aus Büchern bekannt ist, sondern zum Alltag gehört.

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Die Untersuchung der Universitäten Trier und Konstanz macht damit hörbar, wie eng Sprache und Herkunft miteinander verbunden sein können. Während das Hochdeutsche in vielen Situationen den Ton angibt, bleibt der Dialekt in der Sprachmelodie präsent. Manchmal reicht dafür offenbar schon ein kleiner Schlenker am Satzende.