SC Freiburg unterliegt Monaco 0:3 und gerät in der Conference League unter Druck
Für den SC Freiburg war der Donnerstagabend in Monaco ein bitterer. Mit 0:3 verlor die Mannschaft am 22. Oktober 2026 auswärts bei der AS Monaco in der UEFA Conference League. Im Stade Louis II fiel das erste Tor unmittelbar vor der Pause: Paris Brunner traf in der zweiten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, Edan Diop hatte ihn vorbereitet.
Freiburg musste schon früh reagieren. In der 15. Minute kam Patrick Osterhage für Yannik Engelhardt ins Spiel, in der 37. Minute sah Osterhage die Gelbe Karte. Zur zweiten Halbzeit ersetzte Lucas Höler Yuito Suzuki. Später folgten Philipp Treu für Jordy Makengo und Derry Scherhant für Vincenzo Grifo – beide Wechsel in der 62. Minute.
Monaco schlägt spät noch zweimal zu
Lange blieb es bei Monacos knapper Führung. In der Schlussphase wurde der Abend für die Freiburger dann endgültig unangenehm: Lamine Camara erzielte in der 83. Minute das 2:0. In der zweiten Minute der Nachspielzeit machte der eingewechselte Ansu Fati den dritten Treffer. Matthis Abline legte das Tor vor. Freiburg blieb ohne eigenen Treffer.
Nach zwei Spielen hat der SC damit drei Punkte und steht auf Platz 18 der 36 Mannschaften umfassenden Ligaphase. Die Bilanz: ein Sieg, eine Niederlage, drei erzielte Tore und fünf Gegentore, dazu eine Tordifferenz von minus zwei. Monaco kommt nach zwei Siegen auf sechs Punkte und liegt auf Rang sechs.
Die Tabellenposition bringt Freiburg derzeit in den Bereich der Play-off-Plätze. Die acht bestplatzierten Teams ziehen direkt ins Achtelfinale ein, während die Mannschaften auf den Plätzen neun bis 24 eine zusätzliche K.-o.-Runde um den Einzug ins Achtelfinale spielen. Die nächsten Freiburger Aufgaben in diesem Wettbewerb stehen am 5. November bei Trabzonspor an, Anstoß ist um 18:45 Uhr. Am 26. November folgt zu Hause das Spiel gegen den FC Twente, um 21 Uhr.
Erst Monaco, dann Bayern
Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht. Am Sonntag, 25. Oktober, empfängt Freiburg in der Bundesliga den FC Bayern München; Anstoß ist um 17:30 Uhr. Nach sechs Spieltagen steht der SC mit 13 Punkten auf Platz drei. Bayern führt die Bundesliga mit 14 Punkten an, Borussia Dortmund liegt ebenfalls bei 14 Punkten auf Platz zwei. Im Breisgau treffen also der Tabellendritte und der Tabellenführer aufeinander – ein ziemlich großer Brocken nach dem Abend in Monaco.
Am Mittwoch, 28. Oktober, geht es im DFB-Pokal weiter. In der zweiten Runde empfängt Freiburg den VfL Wolfsburg, Anstoß ist um 18 Uhr.
Eine neue Ligaphase mit 36 Teams
Die UEFA Conference League 2026/27 ist die sechste Auflage des drittwichtigsten europäischen Vereinswettbewerbs. Der Wettbewerb begann im Juli 2026 und endet am 2. Juni 2027 mit dem Finale im Beşiktaş-Park in Istanbul. Voraussichtlich 157 Mannschaften aus 55 UEFA-Mitgliedsverbänden nehmen teil, 36 davon an der Ligaphase. Der Sieger qualifiziert sich für die Ligaphase der UEFA Europa League 2027/28.
Die Ligaphase startete mit der Auslosung am 28. August 2026. Die Spieltage liegen am 15. Oktober, 22. Oktober, 5. November, 26. November, 10. Dezember und 17. Dezember 2026. Jedes Team bestreitet sechs Spiele gegen sechs verschiedene Gegner – drei zu Hause, drei auswärts. Die 36 Vereine bilden eine gemeinsame Tabelle. Grundlage für die Verteilung auf sechs Töpfe mit jeweils sechs Mannschaften ist der UEFA-Klubkoeffizient. Aus jedem Topf wird ein Gegner zugelost; Duelle gegen Vereine desselben Landesverbands sind ausgeschlossen, gegen höchstens zwei Vereine desselben anderen Verbands darf ein Team antreten.
Die Ligaphase setzt sich aus zwölf Verlierern der Europa-League-Play-offs, fünf Siegern des Champions-Wegs und 19 Siegern des Platzierungswegs zusammen. Bei Punktgleichheit zählen nacheinander Punkte, Tordifferenz, erzielte Tore, erzielte Auswärtstore, Siege, Auswärtssiege, die Gesamtpunkte der Gegner, deren Gesamttordifferenz und erzielte Tore, anschließend Strafpunkte für Karten und der UEFA-Koeffizient.
Freiburg spielt in dieser Saison erstmals in der Conference-League-Ligaphase. Das gilt auch für die AS Monaco, den FC Twente, Trabzonspor, Atalanta Bergamo, Sporting Braga, Ajax Amsterdam, Roter Stern Belgrad, FC Midtjylland, Brighton & Hove Albion, den FC Getafe, Brann Bergen, Hajduk Split und den FC Thun. Aarhus GF, KS Egnatia Rrogozhina, FC Iberia 1999 Tiflis, Inter Club d’Escaldes, FK Kauno Žalgiris, Mjällby AIF, Riga FC und VV St. Truiden erreichen erstmals eine internationale Gruppen- oder Ligaphase überhaupt.
Für Albanien und Georgien bringen KS Egnatia Rrogozhina und FC Iberia 1999 Tiflis erstmals einen Verein in eine Conference-League-Ligaphase. Inter Club d’Escaldes schafft dasselbe für Andorra. Kuopion PS, Lincoln Red Imps und CS Universitatea Craiova sind die einzigen drei Teams, die bereits in der Vorsaison in der Conference League antraten.
Der lange Weg bis Istanbul
Insgesamt sind 30 Nationalverbände in der Ligaphase vertreten. Dänemark stellt mit FC Kopenhagen, FC Midtjylland, FC Nordsjælland und Aarhus GF vier Vereine und damit die meisten Teilnehmer. Belgien, die Niederlande und die Schweiz sind jeweils mit zwei Vereinen dabei.
Mehrere Klubs kehren nach zwei bis fünf Spielzeiten zurück, darunter KAA Gent, Panathinaikos, FC Kopenhagen, Paphos FC, FC Lugano, FK Borac Banja Luka, Heart of Midlothian, Ajax, FC Nordsjælland, Sporting Braga, Trabzonspor, FC Midtjylland, FK Qairat Almaty, FK Jablonec und ZSKA Sofia. Sporting Braga, Ajax Amsterdam, FC Midtjylland und Trabzonspor hatten bereits als Absteiger aus der Europa League an der K.-o.-Phase der Conference League teilgenommen.
Der Weg in die Ligaphase begann für viele Mannschaften deutlich früher. Die Startplätze richten sich nach der UEFA-Zugangsliste und den Verbandskoeffizienten der Spielzeiten 2020/21 bis 2024/25. Sind Pokalsieger anderweitig qualifiziert oder nicht zugelassen, rücken die nächstbestplatzierten Ligamannschaften nach. In England erhält der Ligapokalsieger statt des Siebtplatzierten einen Startplatz; in mehreren Ländern bekommt der nationale Play-off-Sieger statt eines regulär vorgesehenen Ligaplatzes den internationalen Platz.
Die Auslosung der ersten Qualifikationsrunde fand am 16. Juni 2026 statt, die Hinspiele wurden am 9. Juli und die Rückspiele am 16. Juli ausgetragen. Für die zweite Runde wurde am 17. Juni gelost, gespielt wurde am 23. und 30. Juli. Die dritte Runde folgte mit der Auslosung am 20. Juli sowie den Spielen am 6. und 13. August. Die Play-off-Runde wurde am 3. August ausgelost, ihre Hinspiele fanden am 20. August, die Rückspiele am 27. August statt.
In der zweiten Runde traten 98 Mannschaften an: auf dem Champions-Weg zwölf von 14 Verlierern der ersten Champions-League-Qualifikationsrunde, auf dem Platzierungsweg 26 Sieger der ersten Conference-League-Runde, sechs Verlierer der ersten Europa-League-Runde sowie weitere nationale Pokal- und Ligateilnehmer. Die dritte Runde umfasste 60 Mannschaften – sechs Sieger der zweiten Runde und zwei verbliebene Verlierer der ersten Champions-League-Runde auf dem Champions-Weg sowie 43 Sieger der zweiten Runde und neun Verlierer der zweiten Europa-League-Runde auf dem Platzierungsweg. In der Play-off-Runde traten 48 Mannschaften an.
Auch politische und sportrechtliche Entscheidungen wirkten sich auf die Teilnehmerliste aus. Der tschechische Pokalsieger MFK Karviná wurde wegen Spielmanipulationen aus der Europa League ausgeschlossen. Viktoria Pilsen rückte in die Europa-League-Play-offs, FC Hradec Králové in die zweite Qualifikationsrunde der Europa League und FK Jablonec in die zweite Conference-League-Qualifikationsrunde. Russland bleibt wegen
