ART & SCIENCE in Aschaffenburg: Digitale Souveränität trifft auf Dvořák und Ullmann
Wissenschaft und Kunst treffen sich am Freitag, 23. Oktober 2026, in der Aula der Technischen Hochschule Aschaffenburg. Ab 19:00 Uhr lädt das Projekt ART & SCIENCE dazu ein, Forschung, Musik und gesellschaftliche Fragen in einem gemeinsamen Kreativraum zu erleben. Veranstaltet wird der Abend in Kooperation mit der Technischen Hochschule Aschaffenburg.
Hinter dem Projekt steht Bell’Arte Frankfurt RheinMain, das gemeinsam mit Forschungseinrichtungen sowie wissenschaftlichen und künstlerischen Ausbildungsinstituten der Metropolregion Frankfurt RheinMain eine jährliche Veranstaltungsreihe aufbauen möchte. Eine Pilotveranstaltung fand bereits im April im Fraunhofer IWKS in Alzenau statt. Nun geht es in Aschaffenburg weiter.
Digitale Souveränität als gesellschaftliche Frage
Im Mittelpunkt steht der Vortrag „Digitale Souveränität und Teilhabe“ von Prof. Dr. Michelle Christensen. Die Soziologin und Designforscherin forscht zur Politik des Designs und zu den demokratischen Potenzialen freier und offener Technologien. Das klingt zunächst nach einer großen, etwas sperrigen Frage – betrifft aber ziemlich direkt den Alltag: Wer gestaltet digitale Räume? Wer kann sie nutzen? Und wer bleibt außen vor?
Christensen leitet die Forschungsgruppe Design, Diversität und New Commons am Weizenbaum-Institut und an der Universität der Künste Berlin. Außerdem ist sie Principal Investigator im Forschungscluster Matters of Activity der Humboldt-Universität zu Berlin und Vorstandsmitglied des Einstein Center Digital Future.
Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Andrea Huber. Die Juristin ist Public-Affairs-Expertin, Fachmoderatorin und Speakerin für digitale Transformation. Seit 2025 arbeitet sie als Fachmoderatorin und Speakerin und ist Lehrbeauftragte für Wirtschafts- und IT-Recht. Ihre Lehre umfasst aktuelle Rechtsentwicklungen im Wirtschafts-, IT- und Medienrecht, darunter europäische Fragen zu digitalen Diensten, digitalen Netzen und Künstlicher Intelligenz.
Von Microsoft bis Breitbandrecht
Huber war bis 2024 Geschäftsführerin des Breitbandverbands ANGA. Dessen Mitgliedsunternehmen versorgen mehr als 20 Millionen Haushalte mit Breitbandinternet und Fernsehen. Zuvor arbeitete sie im Bereich Public Affairs für Microsoft Deutschland und die Deutsche Telekom. Auch als Geschäftsführerin des Informationsforums RFID e.V. war sie tätig.
Ihre akademische Laufbahn führte sie zur Promotion zum Dr. iur. im Medienrecht an der Universität Freiburg und zu einem LL.M. (Master of Laws) an der Georgetown University in Washington, D.C. 2024 wurde sie an der Deutschen Moderatorenakademie als Fachmoderatorin zertifiziert. Ein ziemlich voller Werkzeugkasten für einen Abend, an dem es um digitale Macht, offene Technologien und Teilhabe geht.
Musikcampus mit Dvořák und Ullmann
Die Veranstaltung gehört zum Festival VOCAL ART Frankfurt RheinMain 2026. Zum Festival gehört auch das MUSIC CAMPUS Frankfurt RheinMain, der jährlich Nachwuchsmusikerinnen und -musiker der klassischen Musik präsentiert.
Unter der Leitung der Geigerin Franziska Hölscher steht Kammermusik von Antonín Dvořák und Viktor Ullmann auf dem Programm. Zwischen Vortrag, Instrumenten und dem kurzen Rascheln von Programmheften entsteht damit ein Abend, der nicht sauber in eine einzige Schublade passt – und genau das ist vermutlich der Plan.
Der Eintritt kostet regulär 24 Euro, ermäßigt 12 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf unter bellarte-frm.reservix.de.
