Drei Frankfurter Engagierte im Finale des Movers of Tomorrow Award
An der Goethe-Universität Frankfurt gibt es gerade gleich dreifachen Grund zur Freude: Drei junge Engagierte aus der Stadt stehen im Finale des bundesweiten „Movers of Tomorrow Award“. Heute, am 1. Oktober 2026, läuft die Online-Abstimmung noch bis zum 4. Oktober. Wer für welche Initiative stimmen möchte, kann das online entscheiden.
Eine der Frankfurter Finalistinnen ist Victoria Adaku Osuoha. Die 21-Jährige gründete an der Goethe-Universität die Initiative Black Uni Connect. Sie schafft Schwarzen Studierenden Raum für Austausch sowie für akademische und berufliche Vernetzung. Bei ihrem eigenen Studienstart, erzählt Osuoha, hätten ihr ein Gefühl des Ankommens und passende Netzwerke gefehlt. Black Uni Connect setzt genau dort an.
Drei Wege, sich einzumischen
Auch Simon Schaugg gehört zu den insgesamt 100 Finalisten. Der 23-Jährige hat mehrere Initiativen an der Schnittstelle von Psychologie, Technologie und gesellschaftlichem Zusammenhalt gegründet. Sein Projekt Yold bringt jüngere und ältere Menschen durch Mentoring, Veranstaltungen und Austausch zusammen – ziemlich analog, wenn man so will, und gerade deshalb nah am echten Leben.
Der dritte Frankfurter im Finale ist Milan D. Er engagiert sich im Vorstand des Dachverbands der Gemeinschaften kurdischer Hochschulgruppen, an der Universität und in der kurdischen Community. Unter anderem war er an der Organisation der ersten Kurdistan-Konferenz kurdischer Studierender beteiligt. Außerdem wirkte er an der ersten Jugendkonferenz der Bildungsinitiative Ferhat Unvar in Hanau mit.
Der Award richtet sich an 16- bis 24-Jährige, die sich lokal oder deutschlandweit für eine bessere Zukunft einsetzen. Er besteht aus einem Publikumspreis und einem Jury-Preis. Die Preisträger werden am 13. November in Berlin bekannt gegeben.
Preisgeld, Reise und ein Netzwerk
Vergeben werden 50 Preise über jeweils 1.500 Euro. Die 50 Gewinnerinnen des Online-Votings erhalten außerdem eine Reise nach Berlin zur Preisverleihung; Reise- und Unterkunftskosten werden übernommen. Dazu kommen ein Rahmenprogramm mit Workshops und Austauschmöglichkeiten sowie Zugang zum Alumni-Netzwerk des Awards.
Aus diesen 50 Gewinnerinnen wählt eine Jury zehn Menschen für besonders herausragendes Engagement aus. Sie erhalten zusätzlich 3.500 Euro und damit insgesamt 5.000 Euro Preisgeld. Im folgenden Jahr werden sie Mitglied der jungen Jury und wirken an der Auswahl der nächsten Preisträger*innen mit.
Bis zum 4. Oktober bleibt also Zeit, sich durch die Initiativen zu klicken und abzustimmen. In Frankfurt geht es dabei um Räume, die beim Studienstart gefehlt haben, um Begegnungen zwischen Generationen und um kurdische Hochschul- und Jugendarbeit. Der nächste wichtige Termin steht schon fest: der 13. November in Berlin.
