Heute, am 27. September 2026, gehört Ulm dem Einstein-Marathon. In Ulm und Neu-Ulm sind Tausende Teilnehmende auf den Beinen; gestartet wird am Messegelände, das Ziel liegt auf dem Münsterplatz. Dazwischen: die Donau, lange Geraden, Zuschauer und Bands, die den Läuferinnen und Läufern entlang der Strecke ordentlich Rückenwind geben.

Auf dem Programm stehen der Marathon über 42,195 Kilometer, der Halbmarathon sowie 5- und 10-Kilometer-Läufe. Dazu kommen Handbike-Läufe, der Inline-Halbmarathon, die Marathon-Staffel und Nordic Walking. Wer heute am Uni-Ulm-Standort aus dem Fenster schaut, bekommt also vermutlich mehr Laufschuhe als Laborkittel zu sehen.

Galas gewinnt, Cerna läuft Streckenrekord

Im Sparkasse Ulm Marathon der Männer setzte sich Karol Galas vom Grupetto Gorlice durch. Seine Zeit: 2:29:02 Stunden. Richard Schumacher folgte in 2:38:25 Stunden und war damit bester Deutscher. Michael Schmidkonz wurde in 2:42:42 Stunden Dritter, Christian Lutz erreichte mit 2:46:28 Stunden Rang vier, Harald Glawe kam in 2:46:57 Stunden auf Platz fünf.

Bei den Frauen gewann Verena Cerna vom SSV Ulm 1846/Sport Sohn Laufteam in 2:49:28 Stunden. Sie war nur acht Männern unterlegen und verbesserte den zwölf Jahre alten Streckenrekord um gut eine Minute. Luise Armbruster wurde in 3:14:02 Stunden Zweite, Merle Röhm erreichte nach 3:14:09 Stunden den dritten Platz.

Die vollständigen Ergebnislisten führen im Marathon die Top 100 der Männer und die Top 86 der Frauen auf. Der Bericht zum Laufevent wird im Laufe des Tages aktualisiert.

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Reh siegt im Halbmarathon

Im Beurer-Halbmarathon der Frauen gewann Alina Reh in 1:12:37 Stunden. Tsambika Jäger kam mit 1:14:54 Stunden auf Rang zwei, Laura Mazzocca wurde in 1:21:40 Stunden Dritte. Bei den Männern blieb Tobias Ritter in 1:07:19 Stunden als einziger Läufer unter 70 Minuten. Martin Diebold folgte in 1:12:23 Stunden, Dominik Zangenfeind in 1:13:05 Stunden.

Auch abseits der beiden großen Läufe wurde Tempo gemacht. Beim PERI Power Nordic Walking siegte Anette Blatz in 2:39:30 Stunden vor Rolf Böhmer (2:41:39) und Ursula Binder (2:54:00).

Die eXXcellent-solutions-Marathon-Staffel gewann das Tomerdinger LV Team 4 in 2:25:31 Stunden. SSV Ulm 1846 belegte mit 2:36:51 Stunden den zweiten Platz, Mengenes Triathleten wurden in 2:42:54 Stunden Dritte.

Handbikes, Inline-Skates und kurze Distanzen

Im Häussler Handbike-Halbmarathon der Männer war Johannes Hänle nach 30:11 Minuten vorn. Max Weber benötigte 32:03 Minuten, Elmar Sternath 32:04 Minuten. Bei den Frauen gewann Julia Dierkesmann in 35:33 Minuten vor Kerstin Abele, die nach 43:58 Minuten ins Ziel kam.

Den VITREA Inline-Halbmarathon der Männer entschied Lorenz Müller in 34:05 Minuten für sich. Ulrico Honeker wurde in 34:31 Minuten Zweiter, Tomas Ruegge in 43:51 Minuten Dritter. Bei den Frauen siegte Nadia Spurgeon in 34:51 Minuten vor Clara Kohler (43:53) und Sina Krockenberger (43:52).

Im AOK-Gesundheitslauf über 5 Kilometer gewann Robert Fülle in 18:08 Minuten. Tim Hauser lief 18:12 Minuten, Joel Siemens 19:40 Minuten. Bei den Frauen setzte sich Lisa Griesinger in 20:21 Minuten durch, gefolgt von Emma Aumann (21:46) und Sasika Pfeifer (22:38).

Über 10 Kilometer gewann beim Liqui-Moly-Citylauf der Männer Aimen Haboubi in 33:45 Minuten. Sascha Baß kam nach 34:00 Minuten ins Ziel, Raphael Lange nach 34:11 Minuten. Bei den Frauen siegte Elias Charlotte Fritzsche in 37:57 Minuten vor Nea Lüders (38:39) und Madlen Hirsch (38:59). Beim Pisten Bully Walk über 10 Kilometer stand die Gewinnerin beziehungsweise der Gewinner noch nicht fest.

Ulm im Kalender der Laufszene

Marathon.de listet Laufveranstaltungen für Laufeinsteiger, Laufenthusiasten und Fitness-Interessierte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Neben Marathons finden sich dort Ultramarathons und Trailruns. Für den 27. September 2026 stehen 11, 21, 42 oder 50 Kilometer in Feldkirchen in Österreich, 5, 10, 21 oder 42 Kilometer in Ulm und 42 Kilometer in Berlin im Kalender.

Danach geht es am 3. Oktober 2026 in Rothenburg ob der Tauber über 50, 70 oder 100 Kilometer weiter. Für den 4. Oktober 2026 sind Läufe über 4, 10, 21 oder 42 Kilometer in Magdeburg, über 10, 21 oder 42 Kilometer in Halle sowie über 21 oder 42 Kilometer in Köln angekündigt. Am 10. Oktober 2026 folgen in Wernigerode Strecken über 5, 11, 21 oder 25 Kilometer.

Als Top-Laufevents nennt Marathon.de außerdem den Marathon in Berlin am 27. September 2026, den Halbmarathon oder Marathon in Köln am 4. Oktober 2026, den Marathon in Chicago am 11. Oktober 2026, den Marathon in Frankfurt am Main am 25. Oktober 2026 und den Marathon in New York am 1. November 2026. 2027 stehen ein 10-Kilometer-Lauf oder Marathon in Tokio am 7. März, Halbmarathon oder Marathon in Wien am 18. April sowie der Marathon in Boston am 19. April auf der Liste.

Ein Marathon umfasst 42,195 Kilometer und bleibt damit eine große körperliche und mentale Ausdauerprüfung – selbst wenn die ersten Kilometer noch leicht aussehen. Für die Einschätzung der kardiovaskulären Fitness gibt es unter anderem den Cooper-Test, der im Schulsport und im Leistungssport verbreitet ist.

Die großen Zeiten liefern derweil ihre eigenen Geschichten: Ruth Chepngetich lief beim Chicago-Marathon 2024 in 2:09:56 Stunden einen Frauen-Weltrekord und war die erste Frau unter 2:10 Stunden. Paula Radcliffe hielt den Frauen-Marathonweltrekord mit 2:15:25 Stunden über 16 Jahre. Beim BMW Berlin Marathon 2023 gewann Eliud Kipchoge in 2:02:42 Stunden, während Tigst Assefa dort mit 2:11:53 Stunden einen Frauen-Weltrekord aufstellte.

Auch rund um München mischen sich Lauf und Brauchtum: Der Internationale Trachtenlauf 2023 fand einen Tag vor dem GENERALI MÜNCHEN MARATHON im Münchner Olympiapark statt. Beim 37. München-Marathon dominierten kenianische Läuferinnen und Läufer das Rennen. In Ulm riecht es heute dagegen eher nach Getränkestation, Asphalt und dem schnellen Snack nach dem Zieleinlauf.