Ammoniakaustritt im Bremerhavener Fischereihafen: Feuerwehr dichtet Leck in Kühlanlage ab
Im Bremerhavener Fischereihafen ist Ammoniak aus einer Kühlanlage ausgetreten. Passanten bemerkten vor einem Gebäude einen stechenden Geruch und alarmierten die Feuerwehr. Der Vorfall ereignete sich in einem Fischverarbeitungsbetrieb.
Die Einsatzkräfte stellten das Leck im Kühlsystem fest. Auch in der näheren Umgebung wurden erhöhte Ammoniakkonzentrationen gemessen. Der betroffene Bereich wurde deshalb abgesperrt. Die Bevölkerung sollte Fenster und Türen geschlossen halten.
Feuerwehr dichtet Rohrleitung ab
Feuerwehrkräfte in Schutzanzügen machten sich an die Arbeit und dichteten das Leck im Rohrleitungssystem der Kühlanlage ab. Dafür wurden umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen eingerichtet. Kein einfacher Einsatz, gerade wenn ein Stoff in der Luft liegt, den man weder sehen noch zuverlässig einschätzen kann.
Ein Notarzt war vorsorglich vor Ort. Verletzt wurde niemand. Nach der Abdichtung sank die Ammoniakkonzentration im Gebäude. Bei weiteren Messungen wurde außerhalb des Gebäudes kein Ammoniak mehr festgestellt.
Gebäude bleibt gesperrt
Das Gebäude bleibt weiterhin gesperrt. Die Absperrung und die Messungen sollen verhindern, dass Menschen den betroffenen Bereich zu früh betreten. Ammoniak kann bereits durch seinen stechenden Geruch auffallen – genau das hatten die Passanten bemerkt –, trotzdem ist der Geruch allein kein Maßstab für eine sichere Lage.
Für den Fischereihafen bedeutet der Einsatz eine Unterbrechung mitten im Betriebsalltag. Kühlanlagen sind in Fischverarbeitungsbetrieben zentral, zugleich können technische Störungen dort rasch zu einer Gefahr werden. Erst als das Leck abgedichtet war und außerhalb des Gebäudes kein Ammoniak mehr nachgewiesen wurde, entspannte sich die Lage.
Stand: 3.10.2026. Ort: Uni Bremen. Quelle: buten un binnen.
