Claudia Becker übernimmt den Vorsitz der Landesrektorenkonferenz Sachsen-Anhalt
Die Landesrektorenkonferenz (LRK) Sachsen-Anhalt hat seit dem 1. November 2026 eine neue Präsidentin: Prof. Dr. Claudia Becker, Rektorin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), hat das Amt übernommen. Für die Statistikerin ist es die erste Präsidentschaft in der LRK. Zuvor war sie Vizepräsidentin der Konferenz, seit 2022 steht sie an der Spitze der Universität Halle.
Gewählt wurde das neue Präsidium bereits am 9. Oktober 2026 – satzungsgemäß und einstimmig. Neben Becker stimmten die Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulen auch für Prof. Dr. Folker Roland, Rektor der Hochschule Harz, sowie Prof. Dr. Jens Strackeljan, Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Beide wurden zu Vizepräsidenten gewählt. Die Amtszeit des Präsidiums beträgt zwei Jahre.
Neue Aufgabenverteilung an der Spitze
Auf der Website der LRK wird derzeit Prof. Dr. Folker Roland als Präsident geführt, Prof. Dr. Claudia Becker als Vizepräsidentin und Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan als Vizepräsident. Der Vorsitz richtet sich nach der jeweiligen Amtszeit; die Wahl des neuen Präsidiums wurde zum 1. November 2026 wirksam.
Das Präsidium führt die Geschäfte der Rektorenkonferenz. Zu den Aufgaben des Präsidenten gehören außerdem die Vorbereitung und Einberufung der Plenumstagungen samt Tagesordnung, die Umsetzung der LRK-Beschlüsse und die Vertretung der Konferenz nach außen. Viel Organisation also – nicht gerade der Teil des Hochschulalltags, der nebenbei erledigt ist.
Die LRK koordiniert die Zusammenarbeit der Hochschulen Sachsen-Anhalts in Forschung und Lehre und vertritt deren hochschulpolitische Interessen in Bildung und Wissenschaft. Zu ihren Mitgliedern gehören staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen des Landes. Die Geschäftsstelle befindet sich derzeit an der MLU; ihr Sitz richtet sich grundsätzlich nach dem jeweiligen Vorsitz der LRK.
Stellungnahmen, Politik und Hochschulentwicklung
Die Konferenz erarbeitet gemeinsame Stellungnahmen und Empfehlungen zu hochschul- und wissenschaftspolitischen Themen. Sie informiert ihre Mitgliedshochschulen ebenso wie die Öffentlichkeit über hochschulpolitische Fragen und beteiligt sich am politischen Willensbildungsprozess.
Darüber hinaus wirkt die LRK an nachhaltigen Konzepten für die nationale und internationale Hochschulentwicklung am Wissenschaftsstandort Sachsen-Anhalt mit. Gemeinsame Entscheidungen und Beschlüsse werden dabei durch Stellungnahmen und Empfehlungen vorbereitet, die von den Rektorinnen, Rektoren oder Präsidentinnen und Präsidenten in ihren Hochschulen erarbeitet werden.
Unterstützt wird die Konferenz von ihrer Geschäftsstelle. Sie koordiniert die Tätigkeiten inhaltlich und administrativ, arbeitet im Auftrag des Präsidenten und dient als Anlaufstelle für Anfragen. Kontakt besteht über die Geschäftsstelle der Landesrektorenkonferenz Sachsen-Anhalt, c/o Hochschule Harz, Friedrichstraße 57–59, 38855 Wernigerode, Telefon: +49 3943 659 100. Eine E-Mail-Adresse ist im Artikel nicht angegeben.
Einordnung über Sachsen-Anhalt hinaus
Landesrektorenkonferenzen vertreten die Hochschulen eines Bundeslandes durch deren Rektorinnen, Rektoren oder Präsidentinnen und Präsidenten – jeweils nach der geltenden Geschäftsordnung. Sie fördern die Zusammenarbeit, behandeln übergreifende Angelegenheiten der Mitgliedshochschulen, bearbeiten gemeinsame Probleme und entwickeln Konzepte für die Hochschulentwicklung.
Je nach Land ist das Modell unterschiedlich organisiert. In Thüringen gibt es eine gemeinsame LRK für alle Hochschularten. Baden-Württemberg hat unter anderem getrennte Konferenzen für Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Wie die Strukturen aussehen, hängt auch von der Zahl der Hochschulen im jeweiligen Bundesland ab. In Hamburg und Niedersachsen heißt der Zusammenschluss Landeshochschulkonferenz.
Zu den weiteren Aufgaben gehören, die Ziele von Universitäten und Fachhochschulen in den politischen Willensbildungsprozess und in die öffentliche Wahrnehmung einzubringen, gemeinsame Stellungnahmen zu hochschul- und wissenschaftspolitischen Themen zu erarbeiten, die Mitgliedshochschulen über politische Entwicklungen zu informieren und die von der LRK bearbeiteten Probleme und Zielsetzungen öffentlich zu machen. Die Landesrektorenkonferenz ist außerdem Mitglied der Hochschulrektorenkonferenz.
Landesrektorenkonferenzen werden im Zusammenhang mit Thüringen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, dem Saarland und Schleswig-Holstein genannt. Weitere Informationen zur LRK Sachsen-Anhalt gibt es unter www.lrk-lsa.de; die Pressemitteilung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg steht unter pressemitteilungen.pr.uni-halle.de.
