Patient:innentag des Krukenberg-Krebszentrums Halle: Bewegung, Austausch und Antworten auf Krebsfragen
Wer mit einer Krebserkrankung lebt, hat oft mehr Fragen als Antworten – und nicht jede davon passt in einen kurzen Arzttermin. Das Krukenberg-Krebszentrum Halle (KKH) lädt deshalb am Donnerstag, 5. November 2026, zu einem Patient:innentag ein. Beginn ist um 15:30 Uhr, der Eintritt ist frei.
Willkommen sind Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Interessierte. Veranstaltungsort ist das Mitarbeiterrestaurant „Halleblick“ am Universitätsklinikum Halle (Saale), Haus 17, Etage 02 beziehungsweise E02, Ernst-Grube-Straße 40, 06120 Halle (Saale). Geplant ist die Veranstaltung bis 19:00 Uhr – inklusive gemeinsamem Abendessen zum Abschluss.
Ein Nachmittag mit Gesprächen und konkreten Fragen
Um 15:30 Uhr beginnen Einlass und Registrierung. Nach der Begrüßung durch Prof. Haifa K. Al-Ali um 16:00 Uhr folgt um 16:05 Uhr ein Erfahrungsbericht zum fünfjährigen Bestehen des Gliom-Stammtischs. Ein Betroffener berichtet aus seiner Sicht über die Zeit und die Bedeutung dieses Austauschs.
Danach geht es um Exergaming in der onkologischen Sport- und Bewegungstherapie. Gemeint ist ein computerspielbasiertes körperliches Training, das Patient:innen nach einer Krebserkrankung dabei unterstützen kann, körperliche Fähigkeiten Schritt für Schritt zurückzugewinnen. Um 16:35 Uhr folgt eine Podiumsdiskussion über Polyneuropathie und das Kribbeln in Händen und Füßen. Nach einer Pause um 17:05 Uhr wird das Programm um 17:20 Uhr mit dem Thema „Wahrnehmung der Kommunikation zwischen medizinischem Personal und Patienten“ fortgesetzt.
Um 17:45 Uhr heißt es „Frag den Experten“. Fragen, die sonst vielleicht im Kopf herumliegen und dort ziemlich hartnäckig bleiben, können in der Podiumsdiskussion zur Sprache kommen. Um 18:15 Uhr verabschiedet sich das KKH-Team, anschließend ist das gemeinsame Abendessen vorgesehen.
Anmeldung und Veranstaltungsort
Das KKH informiert beim Patient:innentag über sein Angebot und verbindet Vorträge, Erfahrungsberichte und Diskussionen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung wird jedoch erbeten. Möglich ist sie telefonisch unter 0345 557-7712 oder per E-Mail an KKHalle@uk-halle.de.
Das Krukenberg-Krebszentrum Halle ist der Veranstalter. Wer zum Universitätsklinikum kommt, findet den Saal im Mitarbeiterrestaurant „Halleblick“, Haus 17, Etage E02, an der Ernst-Grube-Straße 40 in 06120 Halle (Saale).
Warum Bewegung in der Krebstherapie eine Rolle spielt
Der Blick auf Sport und Bewegung kommt nicht von ungefähr. Das Institut für Onkologische Sport- und Bewegungstherapie bezeichnet sich als einmalig in Hessen und arbeitet seit mehr als 15 Jahren an der Verbindung von Therapie und Forschung. Während der Akutbehandlung bietet es kostenfreie Angebote an und unterstützt Betroffene dabei, ein passendes Bewegungs- oder Trainingsprogramm auszuwählen – unabhängig davon, ob jemand schon sportliche Vorerfahrung hat oder bisher eher mit dem Sofa auf Du und Du war.
Nach Angaben des Instituts zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass Bewegung und Sport während und nach einer Krebserkrankung beziehungsweise -therapie unterstützend wirken können. Regelmäßige Aktivität kann therapie- und erkrankungsbedingte Beschwerden wie Schwäche, Erschöpfung und psychische Belastungen verringern. Zugleich können sich Lebensqualität, Belastbarkeit und Wohlbefinden verbessern; Bewegung kann die Krankheitsverarbeitung unterstützen, Nebenwirkungen reduzieren und die Verträglichkeit onkologischer Therapien erhöhen.
Auch nach dem Ende der Behandlung bleibt Bewegung ein Thema: Sie kann Rehabilitation, Fitness und Gesundheit fördern. Das Institut setzt wissenschaftliche Erkenntnisse und Empfehlungen in die Trainingspraxis um und begleitet Betroffene in allen Therapiephasen. Welche Ziele im Therapieverlauf im Vordergrund stehen, wird je nach Phase unterschiedlich gewichtet. Die zugrunde liegenden Inhalte basieren auf einer Veröffentlichung des internationalen Expertengremiums Campbell, Winters-Stone, Wiskemann et al. aus dem Jahr 2019.
Schirmherrin des Instituts ist Prof. Dr. med. Elke Jäger, zugleich Chefärztin der Klinik für Onkologie und Hämatologie am Krankenhaus Nordwest. Eine Teilnehmerin berichtet, das Training habe ihr nach der Diagnose im Alltag Struktur und einen festen Rhythmus gegeben. Intervalltraining während einer Chemo- und Immuntherapie habe ihr Herz-Kreislauf-System verbessert und sie körperlich gefordert.
Eine weitere Teilnehmerin nahm im September 2022 im Rahmen des Projekts „Lebensmut durch Reisen“ an einer Wanderwoche in den Kitzbüheler Alpen teil. Sie schildert die Organisation und die Unterkünfte als angenehm, die Wanderungen als gelungen und ihre Integration in die Gruppe als gut. Unterstützend seien die Betreuung durch Frau Dr. Lungwitz, Herrn Dr. Huckle und die Bergführerinnen gewesen. Allein hätte sie eine solche Reise nach eigener Aussage nicht gewagt – und sie wünscht sich bereits eine weitere Teilnahme.
