Am 30. Mai 2026 fand ein bedeutendes Treffen zwischen sri-lankischen und deutschen Forschenden auf dem Campus der FernUniversität in Hagen statt. Im Rahmen dieser Kooperation, die die University of Colombo und die Open University of Sri Lanka einbezieht, wurden Themen wie die digitale Transformation in der Hochschullehre und Informationsversorgung besprochen. Diese Gespräche markieren einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Bildungslandschaft in Sri Lanka und zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit.

Die sechsköpfige Delegation aus Colombo kam auf Einladung der FernUniversität nach Hagen. Seit der ersten Fact-Finding-Mission von Universitätsbibliothek und Rechtswissenschaftlicher Fakultät nach Sri Lanka im Herbst 2022 hat sich ein reger Austausch in Gang gesetzt. Besonders im Fokus stehen die Herausforderungen in den Bereichen Urheberrecht, Datenrecht, Wirtschaftsrecht, Energie- und Verfassungsrecht. In diesem Zusammenhang wurde das Projekt „Digital Access to Library Content – Legal Frameworks in Germany and Sri Lanka“ vorgestellt, das die Erarbeitung eines Bibliotheksgesetzes für Sri Lanka sowie eine Novelle des Urheberrechts zum Ziel hat, so fernuni-hagen.de.

Fortschritte in digitaler Transformation

Parallel zu diesen Entwicklungen unterstützt die Weltbank Sri Lanka mit einem Projekt im Wert von 50 Millionen US-Dollar, das den digitalen Sektor des Landes fördern soll. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Regierungsdienste zu modernisieren und ein integriertes Online-Bürgerdienstportal zu entwickeln. Außerdem werden Schulungsprogramme für Bürger und öffentliche Bedienstete angeboten, um die Nutzung neuer digitaler Dienste zu erleichtern. Erwartet werden neue Wachstumsmöglichkeiten für den privaten Sektor und eine verbesserte Dienstleistungsbereitstellung für Bürger und Unternehmen, wie die Weltbank berichtet.

Die Maßnahmen der Weltbank sind entscheidend, um Sri Lanka auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten, vor allem in Hinblick auf klimabedingte Notfälle. Zudem wird ein Digital-Startup-Accelerator eingerichtet, der darauf abzielt, Innovationen und Gründergeist bei Frauen zu fördern. Dies könnte den technologischen und wirtschaftlichen Fortschritt weiter vorantreiben.

Hochschulbildung und internationaler Austausch

Im Kontext der geplanten Kooperationen ist auch die Entwicklung des Hochschulsystems in Sri Lanka relevant. Hier besteht ein großes Kapazitätsproblem, das den wirtschaftlichen Aufschwung negativ beeinflussen könnte. Die geringe Zahl an Hochschulabsolventen ist bedenklich, da im akademischen Jahr 2017/2018 von etwa 163.000 Bewerbern nur rund 31.400 neu zugelassen wurden. Trotz dieser Herausforderungen zeigt Sri Lanka ein gesteigertes Interesse an internationaler Zusammenarbeit, was durch die Aktivitäten des DAAD und einer Vielzahl von Stipendienprogrammen unterstützt wird, um die akademische Mobilität zu fördern (daad.de.

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Ein weiteres konkretes Projekt ist die Einführung eines englischsprachigen Masters in International Economic and Human Rights Law, wozu die Rechtswissenschaftliche Fakultät der FernUniversität plant, internationale Promotionen und gemeinsame Veröffentlichungen mit sri-lankischen Universitäten anzustrengen. Professor Dr. Nishantha Sampath Punchihewa sieht große Chancen für Sri Lanka durch die neu entstandenen Kooperationen. In ferner Zukunft wird zudem ein Gegenbesuch aus Hagen im Herbst geplant, der durch Vorträge und Vernetzungen weiter vertieft werden soll.

Zusammenfassend zeigt dieser Austausch zwischen den sri-lankischen und deutschen Universitäten nicht nur die Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Bildungsbereich, sondern auch den gemeinsamen Willen, digitale Transformationen voranzutreiben und Lösungen für aktuelle rechtliche Herausforderungen zu finden. Damit könnte Sri Lanka in der globalisierten Welt einen Schritt weiterkommen und gleichzeitig die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland stärken.