In der vergangenen Woche besuchten Studierende der KU Ingolstadt im Rahmen eines Praxisprojekts gemeinsam mit der T2 Gesellschaft den Münchner Flughafen. Ihr Ziel: das Terminal 2 nicht nur von außen zu sehen, sondern den Betrieb dort genauer zu verstehen.

Nach einem offiziellen Auftakt ging es direkt durch das Terminal. Die Gruppe erkundete die Abläufe vor Ort und bekam erste Einblicke in die Passagierdienstleistungen. Zwischen Reisenden, Anzeigen und den üblichen Flughafen-Geräuschen wurde schnell deutlich, dass Passagierbetreuung aus vielen kleinen Steuerungsaufgaben besteht.

Praxisprojekt mit echtem Auftrag

In den kommenden Wochen bearbeiten die Studierenden eine reale Problemstellung. Dafür recherchieren sie, führen Interviews mit Personen am Flughafen und arbeiten sich in die Abläufe des Terminal 2 ein. Aus ihren Ergebnissen sollen Empfehlungen entstehen, mit denen sich das Angebot für Passagiere verbessern lässt.

Die Zusammenarbeit findet mit der T2 Gesellschaft statt. Für die Studierenden bedeutet das: keine Aufgabe fürs Seminarregal, sondern ein Projekt mit direktem Bezug zu einem laufenden Flughafenbetrieb. Fragen tauchen dort wahrscheinlich nicht erst beim Schreiben auf, sondern schon mitten im Terminal.

Passagierbetreuung zwischen Grenzkontrolle und Sicherheitsbereich

Wie umfangreich solche Dienstleistungen sein können, zeigt eine Ausschreibung der Flughafen München GmbH mit dem Titel „2026-1004910 – Flughafen München: Serviceleistungen im Bereich der Passagierbetreuung im Terminal 2“. Gesucht wurden Leistungen zur Betreuung und Steuerung von Passagieren im Terminal 2.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Vorgesehen sind sogenannte Agenten unter anderem an den Grenzkontrollstellen bei der Einreise und bei der Ausreise. Dazu kommen Unterstützungsleistungen an EES-Self-Service-Kiosken sowie die Steuerung von Ankunftsstaus vor und zu den Grenzkontrollstellen.

Auch an den Sicherheitskontrollstellen ist Unterstützung vorgesehen – für Einreisende, Ausreisende und Umsteiger. Gerade dort können sich Abläufe schnell verdichten: Ein falscher Weg, eine unklare Anzeige, ein Koffer zu viel in der Hand. Dann braucht es Menschen, die den Betrieb sortieren, bevor aus wenigen Minuten Wartezeit ein ausgewachsener Stau wird.

Rahmen der Ausschreibung

Die Ausschreibung lief als EU-weites Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Als Ausführungsort ist der Flughafen München, Postfach 23 17 55, 85326 München, angegeben. Der CPV-Code lautet 63000000-9 – Hilfs- und Nebentätigkeiten im Bereich Verkehr; Reisebürodienste.

Die Abgabefrist war der 13. Juli 2026. Der Status der Ausschreibung lautet inzwischen: nicht länger verfügbar. Für das Praxisprojekt der Studierenden bleibt der Gegenstand trotzdem greifbar – im Terminal, im Gespräch mit den Beschäftigten und dort, wo Passagiere manchmal ratlos vor dem nächsten Kontrollpunkt stehen.