Nürnberg muss ohne Topstürmer Zoma gegen Kaiserslautern bestehen
Beim 1. FC Nürnberg muss Miroslav Klose seine bislang ungeschlagene Mannschaft umbauen. Topstürmer Mohamed Ali Zoma fällt nach einer Verletzung an der linken Schulter mindestens bis zur Winterpause aus. Der 22-Jährige muss operiert werden.
Zugezogen hat sich Zoma die Verletzung am Freitag beim 1:1 des FCN beim FC Energie Cottbus. Wegen einer ausgekugelten Schulter wurde er in der 33. Minute ausgewechselt; inzwischen ist die Schulter operiert. In den ersten acht Spieltagen hatte der italienische Nationalspieler sieben Tore erzielt und damit maßgeblich zum Aufschwung Nürnbergs beigetragen. Der Club steht derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz der 2. Bundesliga.
„Nicht eins zu eins zu ersetzen“
Nach dem Eingriff bedankte sich Zoma bei den Fans. Er wolle hart arbeiten und stärker zurückkommen. Sportvorstand Joti Chatzialexiou erklärte, der Verein unterstütze den Stürmer bei dem notwendigen Eingriff.
Klose machte unterdessen keinen Hehl daraus, dass Zomas Ausfall schwer wiegt: Der Topstürmer könne nicht eins zu eins ersetzt werden. Andere Spieler hätten allerdings ihre eigenen Qualitäten, betonte der Trainer. Als mögliche Alternativen nannte er Rayan Ghrieb, William Böving und Rafael Lubach. Ghrieb stand in Cottbus bereits in der Startelf, Böving kam nach Zomas Verletzung in der ersten Halbzeit ins Spiel. „Die Spieler wollen ihre Einsatzminuten nutzen und sind motiviert“, sagte Klose.
Auch Spielmacher Julian Justvan sieht den Kader trotz des Verlusts ausreichend breit aufgestellt. Klose verwies ebenfalls auf weitere qualifizierte Spieler im Team. Viel Auswahl klingt gut, ersetzt aber eben nicht automatisch sieben Saisontore – der Fußball kann da ziemlich nüchtern sein.
Klose trifft auf den Klub seiner Anfänge
Am Samstag um 20:30 Uhr empfängt Nürnberg den 1. FC Kaiserslautern. Dort begann Klose seine Profikarriere. Das Wiedersehen sei für ihn inzwischen Normalität, erklärte der Trainer. Justvan ist gegen Kaiserslautern bislang ungeschlagen.
Nach zwei Unentschieden will Nürnberg wieder gewinnen und seine Serie ohne Niederlage fortsetzen. Gerade zu Hause fordert Klose ein selbstbewusstes Auftreten. In vier Heimspielen holte der Club zehn Punkte. Für die Nürnberger wird es nun darum gehen, trotz der Umstellung vorne weiter Druck zu machen – und für die möglichen Nachrücker beginnt die unangenehme, aber auch große Gelegenheit, sich zu zeigen.
Für Zoma kam das Jahr ohnehin mit ordentlich Tempo: Zuletzt gab er beim 0:2 gegen Belgien sein Debüt für die italienische Nationalmannschaft. Jetzt wartet die Reha, während seine Mannschaft am Samstagabend vor heimischem Publikum nach dem nächsten Sieg greift.
Quelle: Rhein-Zeitung; Sport1
