In Dresden tragen 2026 insgesamt acht Schulen in städtischer Trägerschaft den Titel „Klimaschule“. Drei Einrichtungen sind neu ausgezeichnet worden: das Gymnasium Dreikönigschule, das Gymnasium Dresden-Johannstadt und die 76. Oberschule „Am Briesnitzer Schulberg“. Verliehen wurden die Auszeichnungen am Dienstag im Sächsischen Staatsministerium für Kultus.

Für die Dresdner Schulen bedeutet das keinen einzelnen Projekttag mit Plakatwänden und Mehrwegbechern, sondern Arbeit, die im Unterricht und im Schulalltag dauerhaft Platz bekommen soll. Klimaschutz und Klimaanpassung werden fest verankert – beim Energiesparen ebenso wie bei klimafreundlicher Mobilität und Klassenfahrten, beim Ausschalten von Licht oder beim richtigen Lüften und Heizen.

Klimaunterricht mit praktischem Dreh

Schülerinnen und Schüler sollen eigene Ideen entwickeln und konkrete Handlungsmöglichkeiten kennenlernen. Die Initiative „Klimaschulen in Sachsen“ richtet sich dabei nicht nur an Lernende und Lehrkräfte, sondern auch an Eltern, Interessierte und Engagierte. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen des Klimawandels vor Ort und die Möglichkeiten, selbst etwas für den Klimaschutz zu tun.

Auch kleine, bewusste Veränderungen zählen: Die Initiative will vermitteln, dass das eigene Handeln Wirkung hat. Ideen von Schülerinnen und Schülern sollen umgesetzt werden können; zugleich geht es um Wissen und Handlungskompetenzen zu Klimawandel, Klimaschutz und Klimaanpassung. Unterstützung gibt es durch Beratung, Fortbildungen und Unterrichtsmaterialien – also nicht bloß durch einen guten Vorsatz am Montagmorgen.

Die acht Dresdner Klimaschulen sind das Gymnasium Dresden-Bühlau, das Romain-Rolland-Gymnasium Dresden, die Gemeinschaftsschule Campus Cordis, die Oberschule Weißig, das Berufliche Schulzentrum für Agrarwirtschaft und Ernährung, das Gymnasium Dreikönigschule Dresden, das Gymnasium Dresden-Johannstadt sowie die Oberschule „Am Briesnitzer Schulberg“.

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74 Schulen in Sachsen, 100 als Ziel

Sachsenweit wurden 20 Schulen neu in das Netzwerk aufgenommen oder erneut bestätigt. Damit gibt es im Freistaat 74 Klimaschulen. Das Netzwerk soll bis 2030 auf 100 Schulen wachsen.

Grundlage der gemeinsamen Arbeit ist das Konzept „Klimaschulen in Sachsen 2030“, das das sächsische Kabinett im Mai 2024 beschlossen hat. Die Initiative ist Teil des klimapolitischen Engagements Sachsens und unterstützt die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Bildungsbürgermeister Jan Donhauser brachte den Gedanken auf eine kurze Formel: Klimaschutz beginne im Alltag – und damit auch in den Schulen.

Für Schulgemeinschaften geht es dabei um mehr als um Regeln für Lichtschalter und Heizkörper. Sie sollen dabei unterstützt werden, Klimaschutz dauerhaft im Schulalltag zu verankern und entsprechendes Engagement zu fördern. Wer Fragen zur Initiative hat, erreicht das Klimaschulen-Team unter Klimaschulen@lfulg.sachsen.de.

Auch an der TU Dresden, dem Ort dieses Berichts, ist der Blick auf Klimawandel und nachhaltige Entwicklung längst Teil des wissenschaftlichen Alltags. Der Schritt von der Schule in die Hochschule bleibt trotzdem ein großer: In den Klassenzimmern beginnt er oft erstaunlich unspektakulär – mit ausgeschaltetem Licht, einem geöffneten Fenster zur richtigen Zeit und der Frage, was man selbst heute anders machen kann.