Die Dresdner Eislöwen haben am 27. September 2026 in der JOYNEXT Arena ihren ersten Saisonsieg gefeiert. Beim Familienspieltag bezwang Dresden die Ravensburg Towerstars mit 5:2 – und legte dabei einen Start hin, bei dem die Gäste kaum wussten, wo ihnen der Kopf stand.

Schon in der 2. Minute traf Oliver Granz zum 1:0. Alec Ahlroth erhöhte nach Vorarbeit von Lukas Buschbeck und Ryan MacKinnon in der 4. Minute auf 2:0, ehe Tyson Spink nach Vorbereitung seines Bruders Tylor in der 6. Minute das 3:0 erzielte. Ravensburg reagierte und nahm Ilya Sharipov aus dem Tor. Für ihn kam Konrad Fiedler.

Frühe Dresdner Wucht, dann viel Arbeit

Bei Dresden fehlten Sebastian Gorcik, Simon Karlsson und der verletzte Janick Schwendener. Weitere Untersuchungen bei Schwendener sollten nach dem Wochenende folgen. Karl Gärtner und Jacob Ficenec spielten für Leipzig, Ivan Komirist lief für die U20 auf. Marvin Berbner begann als Dresdner Starting Goalie.

Der junge Torhüter bekam bald ordentlich zu tun. Ravensburg erspielte sich mehrere Chancen, doch Berbner parierte mehrfach. Auch die Eislöwen blieben gefährlich, unter anderem durch Tomas Sykora und Adam Helewka. In der Schlussphase des ersten Drittels mussten Felix Krüger und Helewka auf die Strafbank. Die Towerstars nutzten die doppelte Überzahl: Struthers verkürzte in der 16. Minute auf 1:3. Mehr ließ Berbner bis zur ersten Pause nicht zu.

Nach weiteren Strafen gegen Ryan MacKinnon und Louis Latta verpasste Tyson Spink zunächst das 4:1 und traf nur den Pfosten. In der 28. Minute war es dann so weit: Kapitän Dane Fox erzielte nach Vorarbeit von Tomas Andres und Felix Krüger das 4:1. Nur 23 Sekunden später legte Tylor Spink nach Zuspiel von Tyson Spink und Tomas Sykora zum 5:1 nach.

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Videobeweis nach verschobenem Tor

Ravensburg gab sich nicht geschlagen. In der 31. Minute verkürzte Czarnik auf 2:5. Vorausgegangen war ein Konter, bei dem Tufto gehalten worden war und anschließend in Berbner rutschte. Dabei wurde das Tor verschoben, Ravensburg spielte jedoch weiter und traf. Nach Videobeweis wurde der Treffer anerkannt, weil das Halten durch Spink als Ursache für das Verschieben des Tores gewertet wurde.

Dresden blieb offensiv aktiv. Ahlroth, Sykora, Andres und Kreutzer hatten weitere Möglichkeiten, brachten die Scheibe aber nicht mehr über die Linie. Tyson Spink kassierte in der 33. Minute wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge eine Vier-Minuten-Strafe. Danach folgten Strafen gegen Ravensburgs Reichel, gegen Gerg wegen eines Wechselfehlers sowie gegen Mrazek wegen Stockschlags. Die Eislöwen setzten die Towerstars weiter unter Druck, gingen aber mit dem 5:2 in die zweite Pause.

Im Schlussdrittel wurde es aus Dresdner Sicht kontrollierter. Die Eislöwen konzentrierten sich auf die Defensive, nahmen Zeit von der Uhr und blieben über Konter gefährlich. Ravensburg kam noch zu Abschlüssen, doch Berbner war zur Stelle. Weitere Treffer fielen nicht.

Berbner wird zum Spieler des Tages

Bei seinem ersten DEL2-Einsatz als Starting Goalie wurde Marvin Berbner zum Spieler des Tages gewählt. Trainer Bo Šubr hob den starken Beginn, die Arbeit der Mannschaft seit dem 1. August und die Leistung des Torhüters hervor. Gleichzeitig waren ihm zwei unnötige Strafzeiten ein Dorn im Auge. Sie hätten Ravensburg eine Rückkehr ins Spiel ermöglicht, sagte Šubr; an diesen Punkten müsse weiter gearbeitet werden.

Der Blick auf die DEL2-Statistikseite reicht über den einzelnen Spieltag hinaus: Dort sind Saisons und Wettbewerbsphasen von 2007/2008 bis 2026/2027 aufgeführt – darunter Hauptrunden, Playoffs, Playdowns, Abstiegsrunden und die Qualifikationsrunde 2013/2014. Auch die Dresdner Eislöwen (DRE) und die Ravensburg Towerstars (RVT) gehören zu den gelisteten Teams, ebenso der EC Kassel Huskies (ECK), die Düsseldorfer EG (DEG), die Eisbären Regensburg (EBR), die ECDC Memmingen Indians (MEM), der EV Landshut (EVL), die Eispiraten Crimmitschau (EPC), die Bietigheim Steelers (SCB), die Blue Devils Weiden (BDW), die Lausitzer Füchse (LFX), der EHC Freiburg (FRB), die Starbulls Rosenheim (SBR) und der EC Bad Nauheim (ECN).

Ausgewiesen werden dort unter anderem Punkte als Summe aus Toren und Assists, Tore, Assists und Plus/Minus. Der Plus-Minus-Wert zeigt einen Überschuss an Plus-Toren. Dazu kommen FOW%, also der Anteil gewonnener Faceoffs an allen Versuchen – berücksichtigt ab 61 Faceoffs –, sowie U21 für aktive Spieler mit F-Förderlizenz gemäß U21-Übersicht. Bei Torhütern stehen GAA, die Gegentore pro 60 Spielminuten, verfügbar ab 20 Prozent der Teamspiele, SVS% als prozentualer Anteil gehaltener Schüsse, ebenfalls verfügbar ab 20 Prozent der Teamspiele, und SO für Shutouts, also Spiele ohne Gegentor.

Für den betreffenden Bereich sind derzeit keine Statistiken verfügbar. Der übrige Seiteninhalt enthält technische Platzhalter zur Darstellung von Spielern, Trikotnummern, Positionen, Teams, Statistikwerten und Ranglistenplätzen. In Dresden dürfte das nach diesem Familienspieltag zunächst niemanden groß gestört haben: Die Anzeigetafel zeigte 5:2, Berbner bekam seinen Moment, und der erste Saisonsieg war eingefahren.