20 Jahre Krüger-Stiftung: Wie 30 Millionen Euro die TU Freiberg prägen
Die TU Bergakademie Freiberg hat drei Unterstützer für ihre Förderarbeit und ihr Engagement in der Lehre ausgezeichnet. Anlass war das 20-jährige Jubiläum der Krüger-Stiftung. Die Vorstandsmitglieder Fritz Lütke-Uhlenbrock und Klaus Michael Groll erhielten die Universitätsmedaille. Georg Prinz zur Lippe wurde in Freiberg für seine Lehre im Weinbau geehrt.
Im Mittelpunkt des Jubiläumsjahres steht eine Stiftung, deren Geschichte eng mit der Stadt und der Universität verbunden ist. Dr. Peter Krüger wurde 1924 in Freiberg geboren. 2006 vermachte er der TU Bergakademie Freiberg eine Stiftungssumme, die damals die höchste jemals von einer Privatperson an eine staatliche Universität in Deutschland war.
Geld für Forschung, Labore und Nachwuchs
Seit 2007 führt seine Ehefrau Dr. Erika Krüger die Dr.-Erich-Krüger-Stiftung. Aus den Erträgen des Stiftungsvermögens flossen bislang fast 30 Millionen Euro in geförderte Forschungsprojekte und in die Forschungsinfrastruktur der Universität. Dr. Erika Krüger ist Vorsitzende der Stiftung und engagiert sich für die TU Bergakademie Freiberg sowie darüber hinaus. Für ihr Stiftungsengagement erhielt sie mehrere Auszeichnungen; im April 2023 wurde ihr der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Mit Stiftungsgeldern finanzierte die Universität unter anderem einen Tauchcontainer für wissenschaftliches Tauchen, ein Behavioral Research Lab und ein Schockwellenlabor. Auch der wissenschaftliche Nachwuchs kommt nicht zu kurz: Die Stiftung unterstützt Deutschlandstipendien und die Finanzierung zahlreicher Dissertationen.
Gefördert wird Forschung mit Bezug zur regionalen Wirtschaft. Laut Stiftungssatzung sollen Ergebnisse praxisbezogener Forschung bevorzugt in der Region umgesetzt werden. Gemeinsam mit öffentlichen Fördergeldern wurde außerdem das Krügerhaus am Schlossplatz vollständig saniert und für die Ausstellung deutscher Minerale eingerichtet.
Jubiläum im Krügerhaus
Am 27. Oktober 2026 fand in Freiberg eine Jubiläumsveranstaltung statt. Rektorin Jutta Emes überreichte Erika Krüger eine 3D-gedruckte Miniatur der heiligen Barbara. Altrektor Georg Unland stellte den Beitrag der Stiftung zur Entwicklung Freibergs vor.
Zum Umfeld der Veranstaltung gehörten Aufnahmen der Mineralogischen Sammlung Deutschlands im Krügerhaus, des Krüger-Hörsaals und der Begrüßung der Gäste durch Rektorin Jutta Emes. Der Bericht der TU Bergakademie Freiberg wurde am 28. Oktober 2026 veröffentlicht.
Förderung, die weiterreicht
Wie wichtig solche Unterstützung für Studierende sein kann, zeigt auch der Blick auf die Deutsche Universitätsstiftung. Sie begleitet Studierende während des Studiums, fördert Talente und eröffnet Zukunftsperspektiven. Im Mittelpunkt stehen Stipendienprogramme mit finanzieller Unterstützung, Angeboten zur persönlichen Entwicklung sowie Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten.
Getragen wird diese Arbeit von Förderern und Partnern, Mentorinnen und Mentoren sowie Stipendiatinnen und Stipendiaten. Förderer und Partner unterstützen Bildung und Chancengerechtigkeit, Mentorinnen und Mentoren geben ihre Erfahrungen weiter. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten zeichnen sich laut Darstellung der Stiftung durch Neugier, Leistung und gesellschaftliches Engagement aus.
Wer sich für solche Wege interessiert, kann sich über die Programme, die Fördergemeinschaft und die Vision der Deutschen Universitätsstiftung informieren, sich engagieren oder sich bewerben. An der TU Freiberg zeigt sich derweil, wie aus einer Stiftungssumme Forschungsgeräte, Labore, Stipendien und ein saniertes Haus voller Minerale werden können.
