CUNQuer: Die Zukunft der Kunsthochschullehre im Zeichen von Future Skills!
In einer dynamischen Welt, die sich ständig wandelt, ist die Notwendigkeit, innovative Ausbildungsformate zu entwickeln, von größter Bedeutung. Das drittmittelgeförderte Projekt CUNQuer, geleitet von Prof. Dr. Daniela Schlütz und Dr. Alfred Koch, richtet sich genau an dieser Herausforderung. Ziel ist die Curriculumentwicklung an Kunsthochschulen, die sich durch Flexibilität und interdisziplinären Ansatz auszeichnet. Dieser innovative Ansatz wird von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre gefördert und zeigt, wie Hochschulen auf die rapide Veränderung in der Film- und Medienbranche reagieren können, während sie zugleich die Bedürfnisse der Studierenden im Blick behalten.
Besonderen Fokus legt das Projekt auf die Integration von sogenannten Future Skills in die künstlerische Ausbildung. Diese Fähigkeiten sind entscheidend, um Studierende bestmöglich auf die Anforderungen einer unbeständigen VUCA-Welt vorzubereiten. Wie die ZHAW erklärt, geht es dabei nicht nur um theoretisches Wissen, sondern auch um praktische Kompetenzen, die im Berufsleben zunehmend gefragt sind. Eines der Ziele ist es, übergeordnete Kompetenzen für die Zukunft zu identifizieren und den Ansätzen der Hochschullehre einen neuen, interdisziplinären Rahmen zu geben.
Das CUNQuer-Team und seine Ansprüche
Das Team hinter CUNQuer, bestehend aus Projektmitarbeiterinnen wie Anna-Sophie Philippi und Dr. Lena Stölzl, verfolgt in der Curriculumsentwicklung einen ganzheitlichen und partizipativen Ansatz. Dies bedeutet, dass verschiedene Stakeholder, einschließlich der Studierenden, aktiv in den Entwicklungsprozess eingebunden werden. Das Projekt reagiert auf drei aktuelle Entwicklungen: die Notwendigkeit, flexible Ausbildungsansätze zu entwickeln, die Herausforderungen der schnellen Veränderungen in der Film- und Medienbranche sowie die Integration in den Strukturentwicklungsprozess der Filmuniversität. Der Status dieser Institution als forschungsorientierte Kunsthochschule bietet hierbei eine wertvolle Gelegenheit zur Verzahnung von Kunst und Wissenschaft.
Der Prozess der Curriculumsentwicklung selbst wird nicht als einmalige Aufgabe verstanden, sondern als kontinuierlicher Prozess, der auf einem grundsoliden Verständnis von Studierendenbedarfen basiert. Workshops und Interviews mit Studierenden, Lehrenden und Verwaltungsmitarbeitern spielen dabei eine zentrale Rolle. Aktuell wird auch eng mit dem Fachbereich Regie zusammengearbeitet, um das Bachelor-Studienprogramm neu zu gestalten.
Future Skills und ihre Relevanz
Um zukunftsrelevante Ausbildungen zu bieten, fasst das Konzept von Future Skills verschiedene Anforderungen zusammen, die an die heutigen und zukünftigen Arbeitnehmer:innen gestellt werden. Laut den aktuellen Forschungen, die seit 2016 im Bereich Future Skills durchgeführt werden, besteht eine zentrale Frage darin, welche Kompetenzen Hochschulabsolvent:innen benötigen, um in einem sich wandelnden Arbeitsfeld agil agieren zu können. Hierbei wird auch auf die Notwendigkeit hingewiesen, klare Definitionen für Future Skills zu entwickeln, bevor sie in die Curricula integriert werden.
In einem sich immer schneller verändernden Bildungskontext müssen Hochschulen innovative Formen der Lehre finden, die sich an den Lebensrealitäten der Studierenden orientieren. Aspekte wie individualisierte Curricula, kooperierende Hochschulen und lebensbegleitendes Lernen kommen verstärkt in den Fokus. Die Next Education Initiative unterstreicht diese Aspekte und untersucht, wie Organisationen die Entwicklung von Future Skills unterstützen können.
Die Herausforderung, den Bildungsbedarfen der Zukunft gerecht zu werden, ist enorm und erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen akademischen Institutionen und Praxispartnern. CUNQuer zeigt, wie durch partizipative Ansätze in der Kunsthochschullehre zukunftsfähige Bildung geschaffen werden kann, die junge Talente auf die Anforderungen eines sich wandelnden Arbeitsmarktes vorbereitet.
