Heinz Janisch als Bielefelder Poet in Residence: Lesung an der Universität Bielefeld
Heinz Janisch kommt nach Bielefeld: Am Donnerstag, 12. November 2026, liest der preisgekrönte Kinderbuchautor ab 18:30 Uhr Gedichte und kurze Geschichten. Der Abend trägt den Titel „Bleib noch eine Weile. Gedichte und Geschichten“ und findet in der Galerie K1 im Universitäts-Hauptgebäude (UHG) der Universität Bielefeld statt.
Janisch ist 2026 „Bielefelder Poet in Residence“. Der Eintritt zur Abendlesung ist kostenlos. Veranstaltungsort ist das Bibliotheksdienstleistungszentrum (BDZ) im neugestalteten Bauabschnitt der Universität – ein etwas versteckter Winkel, wenn man zum ersten Mal dort ist.
Vom Haupteingang zur Galerie K1
Der Weg führt vom Haupteingang über die Treppe. Danach folgt man der Beschilderung zur Universitätsbibliothek. Der Eingang zum BDZ liegt auf der Brücke K1 auf Ebene 1. Im Veranstaltungskalender ist der Abend den Kategorien „Lesungen | Vorträge“ und „Wissenschaft“ zugeordnet.
Die öffentliche Lesung ist Teil eines Aufenthalts, der vom 10. bis 13. November 2026 dauert. Am Freitag, 13. November, liest Janisch außerdem mit Schulklassen in der Stadtbibliothek Bielefeld, Neumarkt 1, im Veranstaltungssaal SO2: „Ich freue mich furchtbar sehr – Geschichten und Gedichte“ für die Klassen 3 und 4 von 9:00 bis 10:30 Uhr sowie „Die Prinzessin auf dem Kürbis und andere Geschichten“ für die Klassen 5 und 6 von 11:15 bis 12:45 Uhr.
Ein Autor zwischen Alltag und Märchen
Heinz Janisch wurde 1960 in Güssing im Burgenland in Österreich geboren. In Wien studierte er Germanistik und Publizistik und arbeitete viele Jahre beim Österreichischen Rundfunk als Redakteur der Radiosendereihe „Menschenbilder“. Heute lebt und arbeitet er als freier Autor in Wien und im Burgenland.
Seit rund 40 Jahren veröffentlicht Janisch Bilderbücher, Erzählungen, Gedichte und Theaterstücke für Kinder und Erwachsene. Seine Texte nehmen häufig kleine, alltägliche Dinge in den Blick und verbinden Humor, sprachliche Präzision und poetische Elemente. Märchenhafte, religiöse oder mythologische Erzähltraditionen tauchen ebenfalls auf, oft im Zusammenspiel von Text und Illustration.
Seine Bilderbücher wurden mehrfach ausgezeichnet und in mehr als 25 Sprachen übersetzt. Janisch zählt zu den international renommiertesten deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchautor*innen und war mehrfach für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.
Zu seinen Auszeichnungen gehören der Große Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur aus dem Jahr 2020, der Österreichische Kinder- und Jugendbuchpreis 2021, 2023 und 2026, der Christine-Nöstlinger-Preis für Kinder- und Jugendliteratur 2024 sowie der Hans Christian Andersen Award für sein Gesamtwerk, ebenfalls 2024. Genannt werden außerdem der BolognaRagazzi Award und der Österreichische Kunstpreis.
Poet in Residence an der Universität
Organisiert wird die Veranstaltung vom Fach Germanistik der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld. Beim Format „Bielefelder Poet in Residence“ wird alle zwei Jahre eine Autorin oder ein Autor aus dem Bereich der Kinder- und Jugendliteratur zu einem gleichnamigen Seminar eingeladen. Studierende interpretieren und diskutieren während des Aufenthalts die Werke des Gastes.
Auf dem Programm stehen dabei Fragen der literarischen Praxis: Ideenentwicklung und Textgestaltung, Illustration und Übersetzung, Vermarktung sowie mediale Adaptionen. Eine öffentliche Abendlesung und ein Lesevormittag für Schulen ergänzen das Seminar. Zu den früheren Gästen zählen Zoran Drwenkar, Kirsten Boie, Andreas Steinhöfel, Paul Maar, Klaus Kordon, Salah Naoura, Susan Kreller und Stefanie Höfler.
Janischs Werkauswahl reicht von Bilderbüchern wie Die Prinzessin auf dem Kürbis (1998), Schenk mir Flügel (2003), Rote Wangen (2005), Die Brücke (2010), Der Prinz mit der Trompete (2011), Der rote Mantel (2015), Die Schlacht von Karlawatsch (2018), Hans Christian Andersen. Die Reise seines Lebens (2020), Jaguar, Zebra, Nerz. Ein Jahresbuch (2020), Schneelöwe (2022) und Das Buch der Anfänge. 33 Einladungen zum Weiterdenken (2025) bis zu Gedichtbänden wie Schon nähert sich das Meer (1994), Ich schenk dir einen Ton aus meinem Saxofon (1999), Das Meer hört nicht auf. 19 Gedichte von unterwegs (2015) und Ich freue mich furchtbar sehr (2025).
Auch kurze Prosa gehört dazu: Grüner Schnee, roter Klee (1997), Der Sonntagsriese (1998), Der König und das Meer. 21 Kürzestgeschichten (2008), Herr Jaromir und die gestohlenen Juwelen. Eine Detektivgeschichte (2011) und Bleib noch eine Weile. 77 Geschichten vom großen und vom kleinen Riesen (2023).
Unterstützung und Kontakt
Kooperationspartner und Förderer des Programms 2026 sind die Stadtbibliothek Bielefeld, der Förderverein der Stadtbibliothek Bielefeld, die Stadt Bielefeld (Kulturrucksack NRW), die Sparkasse Bielefeld, die Universitätsbibliothek Bielefeld, das Zentrum für Ästhetik und das Zentrum für interdisziplinäre Forschung.
Für Fragen sind Prof. Dr. Nicole Masanek und Dr. Matthias Preis von der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld zuständig. Die Fakultät ist an der Universitätsstraße 25, 33615 Bielefeld, erreichbar. Kontakt: matthias.preis@uni-bielefeld.de, Telefon 0521 106-3702 (Sekretariat).
Veranstaltungsinformationen der Stadt Bielefeld und Informationen der Universität Bielefeld zum Poet in Residence.
