Wer im kommenden Frühjahr internationale Hochschulkontakte nicht nur per Videokonferenz pflegen möchte, sollte sich den Termin vormerken: Das Department of Business & Tourism der Fachhochschule Salzburg lädt vom 19. bis 23. April 2027 zur „International Teaching & Relations Week“ auf den Urstein Campus ein. Angesprochen sind Lehrende, Forschende und Verwaltungspersonal aus aller Welt.

Die Anmeldung läuft allerdings nicht ewig. Stichtag ist der 31. Oktober 2026 – also der kommende Samstag, gerechnet vom heutigen 27. Oktober 2026. Informationen zum Programm und zur Anmeldung stehen im Veranstaltungsbereich.

Lehren, forschen, Kontakte knüpfen

In Salzburg geht es um Kontakte, mögliche internationale Kooperationen und den Austausch von Wissen und bewährten Verfahren. Das betrifft Lehre, Forschung und Internationalisierung gleichermaßen. Vorgesehen sind Lehrstellen für Personen, die sich an ihrer Heimathochschule um ein Erasmus+-Stipendium für Lehrmobilität bewerben.

Auf dem Programm stehen außerdem Workshops zu Medien und künstlicher Intelligenz in Lehre und Forschung, zu KI in der Hochschulbildung sowie zu Kurzzeit-Mobilitätsformaten. Veranstaltungen zu neuen Formen internationaler Zusammenarbeit sollen weitere Gesprächsräume öffnen. Dazu kommt der direkte Austausch bewährter Verfahren zwischen den Teilnehmenden – vermutlich mit Notizblock, Kaffee und dem einen oder anderen „Das machen wir bei uns ganz anders“.

Einblicke in die FH Salzburg

Die Gastgeberinnen und Gastgeber wollen auch ihre eigene Arbeit zeigen. Dazu gehören die Organisation und Durchführung der jährlichen Tourismus-Innovationskonferenz, eine Karrieremesse sowie Coaching- und Mentoring-Programme. Ein Forschungscafé widmet sich dem ausgezeichneten Projekt „CEFood Cycle“.

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Nach den Sitzungen geht es nicht einfach schnurstracks zurück ins Hotel. Geplant sind ein geführter Rundgang durch die Salzburger Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, ein traditionelles österreichisches Abendessen und ein Besuch von Schloss Leopoldskron. Außerdem führt ein Ausflug nach Mooncity, einer Einrichtung des Porsche-Konzerns mit Schwerpunkt auf Elektromobilität.

Internationalisierung mit Qualitätsrahmen

Der Termin passt in eine Entwicklung, die auch für deutsche Hochschulen relevant ist: Sie engagieren sich seit mehreren Jahren verstärkt in internationalen Hochschulkooperationen. Im Ausland bauen sie unter anderem Studienangebote, Fakultäten und Hochschulen auf. Angebote transnationaler Bildung, kurz TNB, gewinnen dadurch für die Internationalisierungsstrategien der Hochschulen an Bedeutung.

Für solche Projekte gibt es in Deutschland einen freiwilligen Qualitätsrahmen. Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) verabschiedete 2013 den „Kodex für deutsche Hochschulprojekte im Ausland“. Er legt akademische und ethische qualitative Mindestanforderungen fest, die sowohl von den deutschen Hochschulen als auch von ihren ausländischen Partnern eingehalten werden sollen.

Der Beitritt zum Kodex ist freiwillig. Hochschulen, die sich ihm anschließen, positionieren sich damit als qualitätsbewusste und interkulturell sensible Partner im internationalen Wettbewerb um Bildungsangebote. Für alle, die im April nach Salzburg reisen, dürfte neben den Workshops deshalb auch die Frage spannend sein, wie Kooperationen im Alltag funktionieren – zwischen Campus, Ländern und manchmal ziemlich unterschiedlichen Hochschulkulturen.