Universität Freiburg erhält erneut den Status als Exzellenzuniversität
Die Universität Freiburg ist wieder Teil der deutschen Spitzengruppe: Sie wurde erneut in den Kreis der Exzellenzuniversitäten aufgenommen. Im Wettbewerb der Exzellenzstrategie erhielt sie einen der fünf noch offenen Plätze.
Bekannt gegeben wurde die Entscheidung am Freitagnachmittag, dem 2. Oktober 2026. Eine Kommission des Wissenschaftsrats von Bund und Ländern traf die Auswahl. Damit darf sich die Universität Freiburg wieder „Exzellenzuniversität“ nennen.
Eine Universität der Zukunft
Für Freiburg ist der Erfolg mehr als ein Etikett. Die Universität arbeitet an ihrer Weiterentwicklung zu einer „Universität der Zukunft“ und hatte dafür ein Konzept erarbeitet, in das Universitätsmitglieder innovative Ideen eingebracht haben. Ein möglicher Status als Exzellenzuniversität wurde dabei als Chance für die Universität, den Wissenschaftsstandort Freiburg und die Region dargestellt.
Rektorin Prof. Dr. Kerstin Krieglstein hatte die Erwartung geäußert, dass das Konzept die Exzellenzkommission überzeugt. Der nun erreichte Exzellenzstatus soll die Universität nachhaltig stärken und ihre internationale Spitzenstellung in der Forschung fördern. Positive Auswirkungen werden außerdem für Forschung, Lehre und Studium sowie für Verwaltung und Service erwartet.
Bei der Auswahl zählen übergeordnete Kriterien: die Zielsetzung und langfristige Tragfähigkeit der Gesamtstrategie, eine verbesserte Positionierung im regionalen, nationalen und besonders internationalen Umfeld, die Effektivität von Governance und Hochschulmanagement sowie die Fähigkeit der Institution zur Erneuerung. Klingt trocken, entscheidet aber darüber, welche Ideen am Ende wirklich tragen.
Wer über die Exzellenz entscheidet
Über Antragsskizzen und Anträge der Exzellenzstrategie entscheiden das Committee of Experts und die Exzellenzkommission. Das Committee of Experts besteht aus 39 ausgewiesenen Forschenden aus verschiedenen Wissenschaftsgebieten und repräsentiert das gesamte Disziplinenspektrum.
Die Mitglieder bringen zudem langjährige Erfahrungen unter anderem im Ausland, im Hochschulmanagement, in der Lehre und in der Wirtschaft mit. Der oder die Vorsitzende des Wissenschaftsrats sowie der Präsident oder die Präsidentin der DFG gehören dem Committee of Experts ohne Stimmrecht an und führen den Vorsitz.
Zu den Aufgaben des Gremiums gehören die Festlegung der Förderbedingungen, die Bewertung von Skizzen und Anträgen auf Grundlage wissenschaftlicher und fachspezifischer Begutachtungen sowie die Erarbeitung von Förderempfehlungen für die Exzellenzkommission. Es entscheidet außerdem, welche Skizzen zur Antragstellung berechtigen, und bewertet die Evaluationsergebnisse der Exzellenzuniversitäten.
Die Exzellenzkommission setzt sich aus dem Committee of Experts sowie den für Wissenschaft zuständigen Ministerinnen und Ministern des Bundes und der Länder zusammen. Auf Grundlage der Empfehlungen des Committee of Experts entscheidet sie über die Förderung von Exzellenzclustern und Exzellenzuniversitäten.
