In der Uni-Halle auf dem Campus Grifflenberg hat die Bergische Universität Wuppertal am Montag, 12. Oktober 2026, ihre Erstsemester des Wintersemesters 2026/2027 begrüßt. 1567 Studierende beginnen in diesem Wintersemester ihr Studium an der BUW. Im Vorjahr waren es 2476 – rund 1000 mehr.

Der deutliche Rückgang hängt mit dem Wechsel von G8 zu G9 zusammen: Bis zum Abitur dauert die Schulzeit wieder zwölf statt 13 Jahre. Der betreffende Jahrgang wird deshalb auch als „weißer Jahrgang“ bezeichnet. Entsprechend gab es weniger Bewerbungen auf Studienplätze.

Musik, Wissenschaft und ein bisschen Nervosität

Der Uni-Chor unter der Leitung von Christoph Spengler eröffnete die Veranstaltung musikalisch. Moderiert wurde das Programm von Hochschulsportleiter Dennis Fink und Doktorandin Franziska Hilger. Hilger erinnerte daran, dass ihre eigene Erstsemesterbegrüßung pandemiebedingt nur online stattgefunden hatte – diesmal saßen die neuen Studierenden wieder gemeinsam in der Halle.

Rektorin Birgitta Wolff begrüßte die Studierenden und erklärte, Universitäten betrieben Wissenschaft und Forschung, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Zugleich verwies sie auf die Verantwortung der Studierenden, wissenschaftliche Erkenntnisse zu nutzen und zur Verbesserung der Welt beizutragen.

Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (SPD) hieß die neuen Studierenden willkommen und lud sie ein, das Leben in Wuppertal mitzugestalten. Niemand solle sich in der Stadt abgehängt, unsicher oder diskriminiert fühlen, sagte sie und verwies auf die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements. Zum Rahmenprogramm gehörten neben den Auftritten des Uni-Chors ein Science Slam und eine Tanzeinlage.

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Für Lilly Manke beginnt mit dem Studium auch ein neuer Alltag: Die Erstsemesterstudentin studiert Anglistik und Kunst und ist dafür aus Erkelenz nach Wuppertal gezogen. Sie beschrieb sich als etwas aufgeregt, zugleich aber zuversichtlich und erwartungsvoll. Angelina Liebelt startet in Anglistik und Pädagogik. Auch sie sei etwas nervös, blicke dem Studienstart aber positiv entgegen.

Erste Orientierung zwischen Fachschaft und Schreibblockade

Direkt im Anschluss an die Begrüßung startete die Welcome Week, die vom 12. bis 16. Oktober dauert. Die Studierenden treffen sich mit den Fachschaften ihrer Fakultäten, erhalten Informationen zu Studienordnungen und lernen den Campus kennen. Dazu kommen Fragen, die spätestens nach den ersten Tagen auftauchen: Wie funktioniert der Studienalltag? Wo findet man Anschluss? Und was lässt sich in der Freizeit unternehmen?

Auf dem Programm stehen unter anderem Workshops zu Schreibblockaden, zur korrekten Verwendung von Literaturquellen und zu Wissenschaftsenglisch. Auch der Hochschulsport und das Student Health Center informieren über ihre Gesundheitsangebote. Ein ziemlich voller Einstieg also – zwischen neuen Namen, Raumplänen und der Frage, wo man eigentlich den nächsten Kaffee bekommt.

Mehr als 100 Studiengänge zur Auswahl

Die Bergische Universität Wuppertal bietet mehr als 100 Studiengänge an. Dazu gehören klassische Fächer und Disziplinen wie Architektur, Design und Kunst, Informatik, Maschinenbau, Musik, Psychologie, Sport und Wirtschaftswissenschaften.

Daneben gibt es duale Studiengänge, interdisziplinäre Studienangebote und besondere Studiengänge wie Lebensmittelchemie, Sicherheitstechnik und Industrial Design. Für angehende Lehrkräfte stehen zahlreiche Fächerkombinationen zur Verfügung. Die Universität bildet für das Lehramt an allen Schulformen aus, darunter für Berufskollegs, die sonderpädagogische Förderung und bilingualen Unterricht.

Der Kombinatorische Bachelor ermöglicht die Verbindung verschiedener Fächer. Das Studium kann auf ein Lehramt, den Berufseinstieg oder eine fachwissenschaftliche Vertiefung ausgerichtet werden. Wer diesen Weg wählt, kann die fachwissenschaftliche Vertiefung anschließend in einem Masterstudium fortführen.