BBS Lecture in Alfeld: Nina Rothenbusch erklärt, wie Resilienz durch Krisen trägt
Am 6. Oktober 2026 ist die Aula der Berufsbildenden Schulen Alfeld gut gefüllt. Rund 150 Schülerinnen und Schüler des berufsbildenden Gymnasiums und des zwölften Jahrgangs der Fachoberschule sind zur zehnten „BBS Lecture“ gekommen. Einige schreiben eifrig mit. Resilienz könnte schließlich als Abiturthema an Bedeutung gewinnen.
Organisiert wird die jährlich stattfindende Vorlesung vom Team Religion beziehungsweise der Religionspädagogischen Arbeitsgemeinschaft um Schulpastor Prof. Dr. Matthias Günther. Eingeladen ist Privatdozentin Dr. Nina Rothenbusch vom Institut für Theologie der Leibniz Universität Hannover. Ihr Thema: Resilienz. Danach ist Zeit für Austausch vorgesehen.
Wenn eine Krise plötzlich da ist
Rothenbusch macht deutlich, wie unterschiedlich Krisen entstehen können. Körperliche, berufliche, technologische und zwischenmenschliche Ursachen kommen ebenso infrage wie globale Entwicklungen – etwa eine Klimakrise oder eine Pandemie. Was allen Krisen gemeinsam sei: Der Auslöser trete plötzlich und unerwartet ein.
Sie beschreibt vier Phasen: Schock, Reaktion, Akzeptanz und Neuanfang. Wie es danach weitergeht, können Menschen zumindest teilweise beeinflussen. Sie können in der Opferrolle verharren oder die Situation als Chance für Veränderungen nutzen. Gerade die Übergangszeit spiele dabei eine wichtige Rolle, weil in ihr grundlegende Veränderungen möglich seien.
Zur Bewältigung von Krisen brauche es Resilienz und Übergangsphasen. Resilienz versteht Rothenbusch als ein Zurückspringen in den Ausgangszustand – und als etwas, das trainiert werden kann. Entspannung gehört dazu, körperliche Aktivität und insbesondere Sport ebenfalls. Auch Selbstdisziplin, das Annehmen eigener Emotionen, Ruhe und ausreichender Schlaf helfen. Klingt schlicht, ist im echten Leben aber oft der schwierigste Teil.
Hilfe annehmen, Glauben behalten
Wenn die eigenen Bewältigungsversuche nicht ausreichen, kann professionelle Hilfe erforderlich sein. Rothenbusch nennt außerdem den Glauben als zentralen Resilienzfaktor. Die Schülerinnen und Schüler hören also nicht nur eine psychologische oder gesellschaftliche Erklärung, sondern bekommen ein Thema präsentiert, das auch persönliche und religiöse Fragen berührt.
Zu Beginn dankt Schulleiter Franc Schulz für das Engagement bei den BBS Lectures in den vergangenen zehn Jahren. Das Vorlesungsformat gebe den Jugendlichen einen Einblick in die Atmosphäre eines späteren Studiums. Schulz ermutigt sie, Fragen zu stellen und Erkenntnisse für das Abitur und das Leben mitzunehmen.
Die Veranstaltung findet an den BBS Alfeld statt; als Ortsbezug ist die Uni Hannover angegeben, von der Rothenbusch als Privatdozentin des Instituts für Theologie kommt. Die beiden zusätzlich genannten Quellen zur Resilienzförderung und zur Resilienz enthalten im übermittelten Material keinen lesbaren Artikel- beziehungsweise Nachrichtentext, sondern technische, binäre und komprimierte PDF-Daten. Daraus lassen sich keine weiteren sachlichen Details ergänzen.
