Ein schwerer Unfall auf der A3 bei der Anschlussstelle Diez hat am 27. September 2026 einen Menschen das Leben gekostet. Ein mit vier Personen besetzter Cupra Ateca aus dem Zulassungsbezirk München war in Richtung Köln unterwegs, als das Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn abkam.

Der Wagen durchfuhr den begrünten Bereich der Anschlussstelle ungebremst. Am Ende schleuderte ihn ein Bordstein in einen angrenzenden Hang und weiter in Bäume. Weil das Auto instabil lag, mussten Einsatzkräfte zunächst Äste und Bäume entfernen, damit die Insassen medizinisch versorgt werden konnten.

Ein Toter, drei Schwerverletzte

Die 35-jährige Fahrerin erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ihr gleichaltriger Ehemann, der auf dem Beifahrersitz saß, kam mit schwersten Verletzungen per Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik Mainz. Ein 23-jähriger Mitfahrer auf der Rückbank wurde ebenfalls schwerstverletzt in die Universitätsklinik Gießen geflogen.

Für einen weiteren Insassen kam jede Hilfe zu spät: Der 19-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Die Unfallursache ist bislang ungeklärt und Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Am Cupra entstand Totalschaden. Die Schadenshöhe wird auf einen mittleren fünfstelligen Betrag geschätzt.

Drei Stunden Vollsperrung

Für die Unfallaufnahme war die A3 drei Stunden lang vollständig gesperrt. Im Einsatz waren die Feuerwehren Nentershausen und Görgeshausen, der Rettungsdienst, zwei Rettungshubschrauber, die Autobahnmeisterei, die Polizeiautobahnstation Montabaur, die Polizeihubschrauberstaffel, ein Gutachter und ein Abschleppdienst.

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Die Meldung veröffentlichte die Verkehrsdirektion Koblenz am 27. September 2026 um 11:24 Uhr. Für die Verletzten ging es unterdessen in Kliniken, darunter die Universitätsklinik Mainz – für die Angehörigen und Helfer ein Einsatz, der wohl noch lange nachwirken wird.

Was die Unfallzahlen zeigen

Die Unfallstatistik des Deutschen Verkehrssicherheitsrats erfasst die Anzahl und Art der Verkehrsunfälle in Deutschland ebenso wie die Zahl der getöteten sowie schwer- und leichtverletzten Menschen. Grundlage sind die öffentlichen Unfallstatistiken des Statistischen Bundesamts und der Landesämter für Statistik. Die Daten beruhen auf der polizeilichen Aufnahme von Straßenverkehrsunfällen.

Die Zahlen dienen als Messgröße für die Verkehrssicherheitsarbeit und waren ein Anlass für die Gründung des DVR. Für 2025 weist die Statistik 2.832 Menschen aus, die im Straßenverkehr starben. 1.580 von ihnen kamen auf Landstraßen ums Leben; dort wurden außerdem 96.456 Menschen verletzt.

Quelle: Verkehrsdirektion Koblenz / news.de
Einordnung: Deutscher Verkehrssicherheitsrat