Professor Schubert feiert 25 Jahre im Dienst der Linguistik!
Professor Dr. Christoph Schubert feiert ein bemerkenswertes Jubiläum: 25 Jahre im Öffentlichen Dienst, davon 15 Jahre an der Universität Vechta. Der Interimspräsident, Professor Dr. Thomas Bals, ließ es sich nicht nehmen, Schubert zu diesem besonderen Anlass herzlich zu gratulieren. Schubert, der im Jahr 2011 eine Professur an der Universität Vechta angetreten hat, hat in den letzten Jahren die anglistische Linguistik maßgeblich geprägt, sowohl durch seine Lehre als auch durch seine intensive Forschung.
Seine wissenschaftliche Laufbahn begann Schubert 1997 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Würzburg, wo er 2000 promovierte und 2006 habilitierte. Nach Stationen als Privatdozent und Vertretungsprofessor in mehreren deutschen Universitäten, darunter Augsburg, Kiel und Erfurt, fand er schließlich seinen Platz in Vechta. Dort hat er nicht nur die englische Sprache in verschiedenen Bereichen analysiert, sondern sich auch mit aktuellen Themen wie der Grammatik, dem Wortschatz Shakespeares und den modernen Formen der digitalen Kommunikation auseinandergesetzt.
Forschungsschwerpunkte
Schuberts Forschung ist äußerst vielfältig. Er ist besonders aktiv in der Analyse politischer Kommunikation und untersucht die Sprache US-amerikanischer Präsidenten während Wahlkampfdebatten und Staatsbanketten. Auch die Sprache der Popkultur ist ein spannendes Betätigungsfeld für ihn. Hier beleuchtet er, wie sprachliche Techniken im Filmdialog Stereotype formen, etwa in Bezug auf Hispanics in Hollywood. Zudem hat er sich der multimodalen Linguistik verschrieben, einem Bereich, der die Wechselwirkung von Sprache, Bild und Ton im Internet und Film betrachtet.
Ein faszinierender Aspekt seiner Arbeit ist die Multimodalität in der Linguistik, die auch in einem bevorstehenden Einführungswerk von PD Dr. Nina-Maria Klug thematisiert wird. Ihr geplantes Buch zur multimodalen Text- und Diskursanalyse will eine Verbindung zwischen Sprache und anderen Modalitäten wie Typografie und Bild herstellen. Ziel ist es, einen praktischen Einblick in die Theorie und Methodik dieser Analyse zu geben und verschiedene Forschungstraditionen vorzustellen. Ein solches Werk wäre eine wertvolle Ergänzung zu den bereits bestehenden deutschsprachigen Einführungen in der linguistischen Analyse und würde den interessierten Lesern vielfältige praktische Übungen zur Kompetenzentwicklung bieten. Mehr dazu können Interessierte auf der Website der Universität Vechta erfahren.
Engagement und Publikationen
Schubert ist nicht nur in der Forschung aktiv, sondern auch in der Selbstverwaltung der Universität. Er hat als Studienfachsprecher und in verschiedenen Kommissionen, einschließlich des Prüfungsausschusses und der Ethikkommission, gedient. Von 2014 bis 2015 war er Direktor des Instituts für Geistes- und Kulturwissenschaften und von 2021 bis 2023 Studiendekan der Fakultät III. Internationalen Konferenzen, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wurden, hat er ebenfalls organisiert.
Zudem hat Schubert durch seine Veröffentlichungen zur linguistischen Diskussion beigetragen, etwa mit dem Handbuch „Introduction to Discourse Studies“ aus dem Jahr 2018 und dem Sammelband „Stylistic Approaches to Pop Culture“ von 2023. Diese Werke beleuchten verschiedene Facetten der linguistischen Analyse und erweitern das Hochschulprofil der Universität Vechta.
Die Forschung im Bereich der multimodalen Kommunikation hat auch an der Goethe-Universität Frankfurt einen starken Fokus. Dort ist das Potenzialfeld Multimodal Communication (MultiCom) ein zentraler Bestandteil des universitären Forschungsprofils, das Universalität und Diversität betrachtet. Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie wichtig multimodale Ansätze in der aktuellen linguistischen Forschung sind und wie effektiv sie in der Lehre und Forschung eingesetzt werden können.
Professor Dr. Christoph Schubert hat also allen Grund zum Feiern – und die Universität Vechta hat eine wertvolle Persönlichkeit an ihrer Seite, die Wissenschaft und Lehre mit Leidenschaft und Engagement verbindet.
