Rocket Revolution: Die HHU macht Düsseldorf zum Forum für Raumfahrt und Wissenschaft
Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) beteiligt sich erstmals mit einem eigenen Programm an der internationalen „World Space Week“. Unter dem Motto „Rocket Revolution“ stehen vom 5. bis 16. Oktober zwölf Tage lang Veranstaltungen in Düsseldorf auf dem Plan – und zwar nicht nur für Menschen, die ohnehin jede Rakete beim Start verfolgen.
Wissenschaftler der HHU und Experten aus der Raumfahrtindustrie wollen aktuelle Entwicklungen der Raumfahrt aus wissenschaftlicher Perspektive beleuchten. Heute, am 2.10.2026, ist der Auftakt zum Programm also zum Greifen nah.
Forum, Astronauten und ein Blick auf lange Missionen
Die zentrale Veranstaltung ist ein zweitägiges Forum am 9. und 10. Oktober im Haus der Universität am Schadowplatz. In Kurzvorträgen geht es um die Geschichte des Space Race, die aktuelle internationale Raumfahrt und wissenschaftliche Fragen der Weltraumforschung.
Am 14. Oktober folgt dort eine Podiumsdiskussion zu den Herausforderungen längerer Aufenthalte von Astronauten im Weltraum. Auf dem Podium sitzen Experten aus Raumfahrt, Wissenschaft und Medizin. Auch der deutsche Astronaut Gerhard Thiele nimmt teil. Was macht Isolation mit Menschen? Wie reagiert der Körper? Und wie lässt sich Alltag organisieren, wenn die Erde sehr weit weg ist? Die Veranstaltung nähert sich solchen Fragen aus mehreren Richtungen.
Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Am Freitag gibt es im Foyer Space-Aktivitäten für Jung und Alt, Videos und Poster. Im Saal wird um 14:30 Uhr 20 Minuten lang für Kindergartenkinder vorgelesen und eine Aktivität angeboten. Um 15:00 Uhr folgt eine 30-minütige Vorlesung für Grundschulkinder.
Für Jugendliche und Erwachsene beginnt der Vortragsblock um 16:00 Uhr mit Stephan Recher aus dem Bereich Wirtschaft von aerospace.nrw und seinem Beitrag „Raumfahrtakteure und -industrie in NRW“. Um 16:20 Uhr spricht Laura Cwalina aus der Anglistik/Amerikanistik der HHU über „Space Exploration = Colonisation?“. Tobias Winnerling aus der Geschichte der HHU widmet sich um 16:40 Uhr dem Thema „Mankind on the Moon“.
Nach einer 10-minütigen Pause geht es um 17:10 Uhr mit Britta Zieser aus der Physik der HHU weiter: „The Big Bang Theory – was ist dran?“ Um 17:30 Uhr folgt Rolf Kailuweit aus der Philosophie der HHU mit „Das Außerirdische ist schon da. David Ickes Reptilien-Verschwörung zwischen Mythos, Science-Fiction und Populärkultur“.
Auch am Samstag stehen im Foyer Space-Aktivitäten für Jung und Alt, Videos und Poster bereit. Im Saal beginnt das Kinderprogramm um 10:30 Uhr mit Vorlesen und einer 20-minütigen Aktivität für Kindergartenkinder. Um 11:00 Uhr wird 30 Minuten lang für Grundschulkinder vorgelesen.
Der Vortragsnachmittag startet um 13:00 Uhr mit Johannes López Ayala aus dem Bereich Design von UNIVERSEH und „Fonts in Space“. Um 13:20 Uhr spricht Philip Schroeder aus der Osteuropäischen Geschichte der HHU über „Die Geschichte des ‚Space Race‘“. Ksenia Bellinghausen aus der Geschichte der HHU nimmt um 13:40 Uhr mit „Das aktuelle ‚Space Race‘“ die Gegenwart in den Blick. Um 14:30 Uhr gibt es erneut Vorlesen und eine Aktivität für Kindergartenkinder, 20 Minuten lang; um 15:00 Uhr folgt wieder das 30-minütige Vorlesen für Grundschulkinder.
Vom Planetarium bis zum Berufseinstieg
Zum Programm gehört außerdem eine Exkursion zum Planetarium in Bochum. Ein Online-Programm widmet sich dem Thema Nachhaltigkeit. Den Abschluss bildet eine Online-Jobmesse, bei der Studierende mit Raumfahrtunternehmen in Kontakt kommen können – vielleicht der Moment, in dem aus dem Blick zu den Sternen ein Praktikum, eine Abschlussarbeit oder ein erster Job wird.
Die World Space Week verbindet damit große Fragen der Forschung mit ziemlich konkreten Begegnungen: Kinder sitzen im Saal und hören Geschichten, Forschende sprechen über den Urknall, Raumfahrtakteure aus Nordrhein-Westfalen stellen ihre Branche vor, und Studierende können direkt mit Unternehmen ins Gespräch kommen. Düsseldorf wird dabei nicht zum Raketenstartplatz, aber für zwölf Tage zu einem Ort, an dem Raumfahrt auf Geschichte, Philosophie, Medizin, Design und den Studienalltag trifft.
