René Stahlschmidt übernimmt den CDU-Kreisvorsitz in Mittelsachsen
Bei der CDU in Mittelsachsen gibt es einen Wechsel an der Spitze: Beim Parteitag in der Alten Baumwolle in Flöha wurde René Stahlschmidt aus Rochlitz zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Die bisherige Vorsitzende Susan Leithoff hatte das Amt vier Jahre inne und trat nicht erneut zur Wahl an.
Stahlschmidt war am Tag der Deutschen Einheit zu Besuch in Freiberg. Heute, am 10.10.2026, richtet sich der Blick an der TU Freiberg deshalb auch auf die politische Neuordnung im Landkreis – zwischen Rochlitz, Flöha und der Bergstadt liegen schließlich nicht nur ein paar Kilometer, sondern auch unterschiedliche Erwartungen an die Partei.
Wechsel nach vier Jahren
Leithoff stammt aus Schönerstadt und war weiterhin Mitglied des Sächsischen Landtages. Noch beim Kreisparteitag am 26. Oktober 2024 in Oederan war sie mit rund 93 Prozent der Stimmen als Vorsitzende der CDU Mittelsachsen wiedergewählt worden. Rund 100 Parteimitglieder nahmen damals an der Versammlung in den Veranstaltungsräumen der Bäckerei Möbius teil.
Auch ihre bisherigen Stellvertreter wurden bestätigt: Dr. Lothar Beier, Nora Schneider und Steve Ittershagen. Für die Landtagswahl nominierten die Mitglieder außerdem Sven Krüger, den Oberbürgermeister von Freiberg, mit 93 Prozent der Stimmen als CDU-Kandidaten. Die Landratswahl sollte am 26. Januar 2025 stattfinden.
Leithoffs Pläne für die Kreispartei
Leithoff hatte angekündigt, die Präsenz der CDU in Mittelsachsen auszubauen und die Partei in der Fläche sichtbarer zu machen. Die Mitglieder des Kreisverbandes sollten stärker in die politische Arbeit einbezogen werden; ihre Erfahrungen und Kompetenzen sollten dabei genutzt werden. Fortgeführt werden sollte zudem das Konzept der Regionalkonferenzen.
Nun übernimmt René Stahlschmidt den Kreisvorsitz. Der Parteitag in der Alten Baumwolle markiert damit einen personellen Schnitt, während viele der zuvor formulierten Aufgaben weiter auf dem Tisch liegen – sichtbar sein, zuhören, Leute mitnehmen. Klingt schlicht, ist im politischen Alltag aber oft ein ziemlicher Kraftakt.
